Chefchauen: Die blaue Stadt am Rif-Gebirge

Chefchaouen (Marokko)

Warum ist die Stadt Chefchaouen so blau? Dazu gibt es mehrere Vermutungen.

Die Stadt Chefchaouen liegt im Norden Marokkos und zählt etwa 45.000 Einwohner. Der kleine am Hang gelegene Ort lockt viele Touristen an. Und das hat auch einen besonderen Grund: Die Farbe blau dominiert die engen Gassen von Chefchaouen.

Das Wetter im nordwestlichen Rif-Gebirge ist für Landesverhältnisse eher gemäßigt warm und regenreich. Die Küche Chefchaouens wurde zum immateriellen Weltkulturerbe ernannt. Außerdem war es früher das Top-Domizil für Hippies, die extra für diesen Ort nach Marokko reisten.

Doch noch heute bekannt und beliebt bei Reisenden ist die Stadt durch fast ganz anderes: Fast alle Häuser und Gassen wurden blau angestrichen. So gefärbt hangelt sich die Stadt an den Hängen des Rif-Gebirges malerisch empor.

Für die blaue Farbe gibt es mehrere Gründe

Für die blaue Farbe gibt es mehrere Erkärungen: Zum einen soll diese Farbe laut islamischen Lehren den bösen Blick abwenden. Andererseits soll es die Gassen der Altstadt auch in den warmen Sommertagen schön kühl halten. Ja, sogar Mücken sollen von der blauen Farbe abgeschreckt werden.

Die „blaue Stadt“ ist auf jeden Fall beinahe überall einen Blick und ein Foto wert – ganz egal was hinter der Farbwahl steckt. Daher zieht es schon seit vielen Jahren Reisende in den kleinen Ort Chefchaouen in Marokko.

Früher kamen die Hippies nach Chefchaouen

Die früheren Besucher kommen heute nicht mehr so oft: In den Hochzeiten der Hippies in den 1970er, zog es viele Europäer nach Chefchaouen. Das Rif-Gebirge ist und war nämlich nicht nur wegen seinen grünen Gipfeln bekannt. Hier liegt auch seit Jahrzehnten das Hochgebiet des illegalen Cannabis-Anbaus in Marokko.

Daher wählten viele Hippies aus Europa sich auf den Weg nach Chefchaouen zu machen und dort für kurze Zeit oder sogar Monate aufzuhalten. Mit dem Abflauen der Hippiewelle sind diese „Aussteiger“ leider beinnahe vollständig aus dem Stadtbild verschwunden. Heute zieht es Backpacker wie Urlauber gleichermaßen dorthin ins Riff-Gebirge.

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