De Panne: Der südlichste Badeort Belgiens

Flandern

Dünen an der belgischen Küste
Immer wieder entdeckt man entlang der belgischen Nordseeküste malerische Dünenlandschaften. Dort kann man oft ruhig oder ohne viel Trubel sein Lager zum Sonnenbaden aufbauen.

Der kleine Ort De Panne ist ein beliebter Ferienort an der Nordseeküste von Belgien. Von hier aus sind es nur noch wenige Kilometer bis zur französischen Grenze, was De Panne zum südlichsten belgischen Küstenort macht. Aber auch Reisende mit historischem Interesse kommen hier auf ihrer Kosten.

Die 11.000-Einwohner Stadt De Panne ist der westlichste Punkt Belgiens und liegt somit quasi direkt an der französischen Grenze. Durch die Lage in Flandern direkt an der Nordsee ist De Panne damit auch der südlichste Badeort in Belgien.

De Panne ist bei Urlaubern sehr beliebt. Hier ist ein Urlaub für jedes Budget möglich: Es gibt gehobene bis günstige Hotels, eine große Anzahl von Ferienwohnungen und -zimmern und einige Campingplätze für Zelt- und Wohnwagen-Fans.

Im Sommer kommen daher viele Touristen aus Belgien und dem europäischen Umland, um ein paar Tage am Strand der Nordsee zu verbringen.

Promenade in De Panne
Die Promenade in De Panne bietet alles für einen unterhaltsamen Urlaub für die ganze Familie. Es ist der südlichste Badeort in Belgien.

Direkt an den Strand schließt ein breiter Fußweg an, der auch genügend Platz für die zahlreichen Fahrräder und Kettcars bietet, die dort an jeder Ecke gemietet werden können. Anschließend folgt eine Hochhauswand, mit Wohnungen die Meerblick versprechen und oftmals auch noch frei zum Kauf oder Miete sind – das passende Kleingeld natürlich vorrausgesetzt.

Als Reisende kann man die belgischen Spezialitäten wie Pommes, Waffeln und Schokolade sowie Meeresfrüchte und Fischgerichte in einen der zahlreichen Restaurants genießen. Wer es etwas günstiger will, findet aber auch hier kleine Pommesbuden und Außer-Haus-Verkaufsstellen.

In De Panne legte einst der erste belgische König an

Die Küste von De Panne hat für die Belgier auch einen historischen Wert. Am 17. Juli 1831 betrat hier Leopold von Sachsen-Coburg nach seiner Überfahrt von England nach Calais erstmalig belgisches Festland. Dieser wurde bereits 1830 vom belgischen Nationalkongress gefragt, ob er König der Belgier sein wollte. Belgien hatte erst kurz zuvor die Unabhängigkeit von den Niederlanden verkündet.

Denkmal von König Leopold I. in De Panne in Belgien
An der Küste von De Panne steht ein Denkmal, das Leopold I. gewidmet ist. An dieser Stelle soll der erste König der Belgier im Jahr 1831 erstmalig belgischen Boden betreten haben.

Am 21. Juli 1831 legte Leopold dann den Eid auf die belgische Verfassung ab und regierte fortan unter dem Namen König Leopold I. das Land. Seine Amtszeit war von Problemen geprägt: Schon nach 2 Wochen auf dem Thron überfielen niederländische Truppen Belgien, was zu 8 gefechtsstarken Jahren führte. Erst danach wurde die Unabhängigkeit von beiden Staaten vertraglich festgelegt.

König Leopold I. ist daher im Nationalbewußtsein der Belgier bis heute tief verankert. So ist der Tag seiner Vereidigung immer noch Nationalfeiertag im Land.

Ein imposantes Denkmal erinnert noch heute in De Panne an seine Ankunft in Belgien. Das Leopoldmonument schließt mit seinem großen Vorplatz direkt an die Promenade an. Von dort hat man einen weiten Blick über die Nordsee, auf der er einst mit dem Schiff in sein neues Königreich segelte.

Die Kusttram: Längste Straßenbahnlinie der Welt

Ein Weltrekord findet sein Ende in De Panne: Hier ist die letzte Haltestelle der Kusttram – die Straßenbahn der sogenannten Küstenlinie. Diese Straßenbahn fährt beinnahe die komplette belgische Nordseeküste entlang. Mit insgesamt 68 Kilometern Wegstrecke gilt die Kusttram als längste Straßenbahnstrecke der Welt. An insgesamt 69 Haltestellen können Passagiere entlang der zahlreichen Orte an der belgischen Küste zu- und aussteigen.

Kusttram in De Panne
Mit 68 Kilometern Strecke und 69 Haltestellen gilt die Kusttram als längste Straßenbahnlinie der Welt. Sie fährt beinnahe die komplette belgische Küste entlang.

Wer genug von De Panne gesehen hat und in die anderen sehenswerten Küstenorte des Landes weiterreisen will, nutzt daher gerne die Bahn. Mit fairen Ticketpreisen ist sie eine gute Alternative zum eigenen Auto.

Wer es jedoch etwas sportlicher mag, kann die Küste auch komplett über weitgehend ausgebaute Radwege abfahren. Mit einer Länge von 72,3km ist dies an der belgischen Küste durchaus an einem Tag machbar.

Zu Fuß sollte man da schon etwas mehr Zeit einplanen, um bis nach Knokke Heist an der niederländischen Grenze zu gelangen. Dafür erwarten einen aber auch Wanderwege durch die malerischen Dünen und entlang entdeckungsreicher Promenaden.

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