Felsenstadt Petra in Jordanien: So alt wie die Zeit

Petra in Jordanien

Bereits um 9000 v. Chr. begann das Volk der Nabatäer Wohn- und Prachtkomplexe in die steinigen Felsen des Wadi Araba zu schlagen.

Die Felsenstadt Petra in Jordanien gehört für jeden Jordanien-Reisenden zum Pflichtprogramm. Petra – auch Wüstenstadt genannt – ist ein beeindruckender Komplex von Bauwerken, den die Nabatäer bereits ab dem Jahre 9000 v. Chr. erschufen.

„Finde mir ein solches Wunder außer im Morgenland. Eine Stadt, rosarot, halb so alt wie die Zeit“, so wird der Dichter John Burgon nach einem Besuch von Petra in Jordanien in der Mitte des 19. Jahrhunderts zitiert.

Petra ist nicht nur eine Stadt in der Wüste. Vielmehr wurde die Stadt in den Felsen des Wadi Araba geschlagen. Unzählige Gräber und antike Gebäude wurden über viele Jahre in den Fels gemeiselt und sind noch heute erhalten. Auf einer Länge von 8km schlängelt sich der Weg beginnend durch die engen Schluchten (Siqs) bis zum Schatzhaus und danach weiter durch die antike Stadt. Das Kloster Ad-Deir ist anschließend mit einem 1-stündigen Anstieg über knapp 800 Stufen in den Bergen zu erreichen. Den Weg säumen große Gräber und Höhlen, Tempel und ein Amphitheater.

Im Laufe der Geschichte hatte man Petra fast vergessen

Nach dem Ende des 13. Jahrhunderts, war die Existenz von Petra fast in Vergessenheit geraten. Es lebte nur noch die Legende von der „roten Felsenstadt“, bis sie 1912 der Schweizer Arabienreisenden Jean Louis Burckhardt neu entdeckte. Archäologische Ausgrabungen erfolgten ab 1920. 1985 wurde das Bauwerk dann in die Liste des UNESCO Weltkulturerbes aufgenommen.

Lawrence von Arabien schrieb einst von diesem Ort, als „den herrlichsten Ort der Welt“. Er war aber der Meinung, jede Beschreibung verblasse vor dem eigenen Erleben der Stadt.

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