Häuserruinen als trendige Ruinenbar

Ruinenbars in Budapest

Ruinenbar Szimpla Kert
Szenen aus der Ruinenbar Szimpla Kertmozi im jüdischen Viertel in Budapest. Besonders junge Gäste feiern hier am Wochenende.

In der Ruinenbar Szimpla Kertmozi in der ungarischen Hauptstadt Budapest geht es bunt und schrill zu. Der Laden ist in einer alten Ruine im jüdischen Viertel der Stadt untergebracht. Von außen erkennt man seine Existenz eigentlich nur an einem kleinen Leuchtschild und dem mit Lichterketten behangenen Balkon in der zweiten Etage.

Ab Beginn nutzten Kneipen und Cafés günstige leerstehende Wohnungen und Häuser in Budapest, um ebenfalls vom aufkeimenden Wirtschaftshoch im Land zu profitieren.

Diese Läden stellten nicht nur äußerlich das gewohnte Erscheinungsbild in Frage, sondern nutzten diese Abnormalität auch im Inneren. Die Inneneinrichtung vieler der heute so genannten „Ruinenbars“ setzt sich aus alten Möbeln, Kitsch und viel Retro zusammen.

Trash wird zur Kunst

Die Ruinenbar Szimpla Kertmozi ist voll heute eine der bekanntesten ihrer Art in Budapest. Im Ladeninneren gibt es bei schummrigen bis farbig leuchtenden Licht vieles aus vergangenen Zeiten zu entdecken. Die Wände sind mit Grafitti und Signaturen versehen.

In vielen Räumen finden sich antike oder auch Vintage-Schränke, Tische und Stühle. Alte Fernseher, Mikrowellen und vieles mehr geben der Bar zugleich ein ausgefallenes und unverwechselbares Ambiente, während es sich auch vom reinen „Müll-Chaos“ abhebt.

Ein Trabi im Innenhof

Ein Highlight im Szimpla ist die Karosserie eines alten Trabis, der im Biergarten des Lokals als Sitzecke dient. Der Boden des Wagens wurde mit alten Skiern ausgelegt und der Lack bunt aufgepeppt.

Wenn gleich auch besonders bei den Jugendlichen beliebt, erwartet einem in dieser Bar doch eher ein gemischtes Publikum. Dies liegt vielleicht daran, dass hier jeder etwas entdecken kann, was einem gefällt oder zumindest ein Lächeln hervorruft.

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