Wiederaufbau einer Ruine

Unweit der viertgrößten Stadt Ungarns liegt das kleine Dorf Diósgyör (eingemeindet in Miskolc). Die mittelalterliche Burg Diósgyör ist heute die Hauptattraktion des Stadtteils, in dem etwa 60.000 Menschen leben.

Die Burg wurde von König Louis I erstmalig als königlicher Sitz verwendet. Dieser war seit 1342 König von Ungarn und Kroatien und eroberte 1370 auch Polen. Im Anschluß wurde die Burg mehrmals zerstört, erneut repariert und für verschiedene Zwecke benutzt. Zur Zeit dient sich als touristischer Punkt im Osten Ungarns.

Seit 2010 befindet sich die Burg im Umbau. Es sollen ehemalige Räume in der Ruine wieder errichtet werden – interaktive Möglichkeiten und Ausstellungsräume sollen geschaffen werden. Die Burgmauer und die charaktergebenden Türme der Burg werden renoviert und neu aufgebaut. Schließlich war das Bild dieser Burg einst auf dem 200 Forint-Schein abgebildet, bevor dieser 2009 als Zahlungsmittel durch eine Münze ausgetauscht wurde.

Vor der Großbaustelle thront eine Statue des Erstnutzers. Wie wohl König Louis I, mit Beinamen „Der Große“, über dieses Vorhaben denken würde?

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