Budva: Strandurlaub in einer der ältesten Städte Montenegros

Ballerina-Statue mit Blick auf Budva Altstadt
Die Statue einer tanzenden Ballerina ist das vielleicht beliebteste Fotomotiv in ganz Budva. Von hier aus hat man einen zauberhaften Blick auf die Altstadt.

Budva an der Adria zählt zu den beliebtesten Zielen für einen Badeurlaub in Montenegro. Dabei lohnt es sich alleine wegen der Altstadt seinen Urlaub hier zu verbringen. Diese zählt nämlich zu den ältesten Städten im ganzen Balkan.

Budva ist ein beliebtes Badeziel

Die kleine Stadt Budva mit ihren gerade mal 13.000 Einwohnern ist besonders während der Hauptsaison ein beliebtes Ziel für den Strandurlaub. Am häufigsten sieht man hier serbische Gäste, was der Stadt auch den Beinamen „Hausstrand von Belgrad“ eingebracht hat. Seit ein paar Jahren stellen gut betuchte Russen eine weitere große Reisegruppe dar.

 

Budva / Montenegro
Nicht nur was für Badefans: In Budva kann man eine der ältesten Städte des Balkans entdecken.

Der Ort hat auf das jahrelange Wachstum im Tourismus reagiert: Es entstehen neue große Hotelanlagen, die mit internationalen Standards aufwarten können. Der Hafen von Budva wurde in den vergangenen Jahren ausgebaut. Wo einst nur kleine Fischerboote vor Anker liegen, werfen nun immer häufiger Luxusyachten ihren Anker von Board. Böse Zungen behaupten man wolle aus der einst verschlafenen Ortschaft ein Côte d’Azur des Balkans erschaffen. Die großen Ausgaben ausländischer Investitionen, lassen die Einwohner auch öfter von Budvai (in Anlehnung an Dubai) sprechen.

Trotz des starken Massentourismus, ist hier aber immer noch viel traditionelles erhalten geblieben. Besonders in der Nebensaison hat man die Stadt (noch) fast für sich ganz alleine. Touristisch ist die Stadt aber durchaus entwickelt. In Budva findet man heute von kleinen Pensionen bis zu beeindruckenden Hotelanlagen für jeden Geldbeutel die richtige Unterkunft.

Die Alstadt ist das Juwel von Budva

Die Altstadt von Budva liegt direkt an der Küste der Adria und ist die wichtigste Sehenswürdigkeit. Budva ist nämlich steinalt! Der Mythologie zufolge wurde der Ort bereits vor über 2.500 Jahren von Kadmos, Sohn des phönizischen Königs Agenor, gegründet, nachdem man ihn von Theben verbannte. Und Ausgrabungen zeigen, dass diese Vermutung durchaus stimmen könnte. So fand man hier Gräber, die zwischen dem 4. und 6. Jahrhundert angelegt worden sein müssen.

Gassen von Budva
Unterwegs durch die Gassen von Budva fühlt man sich fast nach Italien versetzt.

Von Kriegen und Zerstörungen ist die Altstadt in Budva größenteils verschont geblieben. Jedoch kam es im Jahr 1979 durch ein starkes Erdbeeren zu großen Schäden. Die meisten Gebäude, inklusive der Stadtmauer, wurde aber aufwendig restauriert und wieder aufgebaut. Heute steht die gesamte Altstatdt unter Denkmalschutz.

Budva zählt zu den wichtigsten Touristenzielen im ganzen Land. Der historische Stadtkern gilt als einer der schönsten in ganze Montenegro. Die kleinen, engen Gassen hier sind im Hochsommer eigentlich ungeeignet für die vielen Menschen, die dieses Juwel einmal selber sehen wollen. Ist einem der Badespaß aber nicht so wichtig, kann man besonders zwischen Oktober und März eine entspannte Zeit ohne viele Besucher verbringen.

Die Stadtmauer von Budva

Einen guten Überblick über die Altstadt bekommt man direkt von der Stadtmauer aus. Auf dieser kann man fast das ganze Zentrum umwandern. Die heutige Stadtmauer stammt größenteils aus dem Mittelalter, jedoch gibt es auch noch Teilstücke, die von den Phönizern angelegt worden sein müssen.

Blick von Stadtmauer
Von der Stadtmauer hat man einen guten Ausblick auf die roten Dächer der Altstadt, das Meer und die Berge. Diese Komposition macht Budva zu einem echten Juwel in Montenegro.

Die Zitadelle gehört zu den Must-sees bei einem Besuch in Budva. Das Gebäude ist konkurrenzlos das monumentalste in der ganzen Stadt. Die Wellen peitschen bei Wind und Wetter gegen die alte Stadtmauer, die nur wenige Meter hiervon entfernt liegt. Von hier hat man einen großartigen Ausblick auf die Adria.

Im Inneren der Zitadelle befindet sich heute ein Museum, das Interessierten weitere Geschichten der alten Stadt erzählen kann.

Sveti Troica, Sveti Marija, Sveti Sava und Sveti Iva

Sveti Marija in Budva
Wie gemalt: Die Kirche Sveti Marija ist der letzte Schutzwall vor dem tossenden Meer.

Besonders beliebte Fotomotive sind die alten Kirchen in Budva. Im historischen Zentrum finden sich direkt 4 davon, die alle ihren eigenen Stil haben und eindrucksvoll sind.

Auf dem größten Platz in der ganzen Altstadt befindet sich die Kirche Sveti Troica. Ihre rot-weiße Musterung ist ihr Markenzeichen. Fertiggestellt wurde sie 1804.

Die Kirchen Sveti Marija (älteste Kirche Budvas) und Sveti Sava, sind wohl am häufigsten auf den Urlaubsfotos zu sehen. Sie werden einst mit der Stadtmauer und liegen direkt am Meer.

 

Sveti Ivan
Thront über die ganze Stadt: Der Kirchtum von Sveti Ivan

Die Kirche Sveti Ivan hat den höchsten Kirchturm. Von überall ragt er unübersehbar über die ziegelroten Dächer Budvas hinweg. Heute verwenden die Bewohner Budvas eigentlich nur den einfacheren Namen „katedrala“ für dieses Gebäude.

Sehenswert ist auch ihr Inneres: Einer Legende nach soll hier eine Ikone der Muttergottes mit Kind existieren, die vom Evangelisten Lukas angefertigt wurde. Bewiesen wurde dies nie, aber so ein Werk wäre auch von unschätzbaren Wert.

Budva und seine Strände

Wie bereits erwähnt, kommen die meisten Gäste für ihren Badeurlaub hier hin. Die Strände von Budva sind in der Tat sehr schön, allerdings auch ziemlich klein. Besonders in den Sommermonaten sind sie daher völlig überfüllt und man muß einen Liegeplatz mühsam erst suchen.

Strände in Budva
Die beliebsten Strände in Budva heißen Morgren und Morgren 2. Letzteren erreicht man nur übers Meer und durch eine Felsspalte.

Der beliebteste Strand ist Morgren, der östlich der Altstadt liegt. Hierher gelangt man über einen gepflasterten Weg, direkt an den Felswänden entlang. Oberhalb dieser liegt übrigens die gleichnamige sehenswerte Festung.

Dieser Strandabschnitt hat einen kleinen, weniger beachteten Bruder – schlicht Morgren 2 genannt. Diese erreicht man aber nicht trockenen Fußes. Durch eine schmale Höhle im Felsen muß man durch das Wasser laufen, ehe man wieder Sandstrand betritt. Alternativ kann man natürlich auch von Mogren 1 nach Morgren 2 schwimmen. Dabei ist aber Vorsicht geboten! Die starke Strömung kann einen ganz schnell an die Felswand schleudern und man zieht sich schlimme Verletzungen zu.

Egal wie man sich auch entscheidet: Auf dem Weg wird man an der wohl meist fotografierten Statue der Stadt vorbeikommen. Eine Ballerina zeigt hier perfekte Verenkungen. Im Hintergrund schaut man auf das perfekte Panorama aus Altstadt und angrenzenden Bergen. In der Tat ein perfektes Postkartenmotiv.

Auch den vielen Touristen, die (meist) erfolglos versuchen die Haltung der Tänzerin nachzumachen, zuzusehen, ist stets ein netter Zeitvertreib ;-).

Sveti Nikolai: Die Hausinsel Budvas

Nicht mal einen Kilometer vor der Küste und in Sichtweit liegt Sveti Nikolai. Diese Insel war einst über eine schmale Landzunge mit dem Festland verbunden. Heute gibt es diesen Weg nicht mehr.

Sveti Nikola
Die Insel Sveti Nikola ist nicht nur Budvas Hausinsel, sie gilt auch noch als die größte in ganz Montenegro.

Die kurze Distanz kann man Schwimmen oder bequemer mit einem Boot überwinden. Die Insel selber ist unbewohnt – lediglich ein Leuchtturmwärter ist ihr Bewohner. Hier drüben findet man aber weitere schöne Strände. Außerdem ist diese Insel die größte in ganze Montenegro.

Übrigens: Budva war einst selber eine Insel gewesen. Doch im Laufe der Jahrtausende ging das Meer zurück und so zählt dieses Juwell heute zum montenegrinischen Festland.

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