Burg Eltz in der Eifel: 900 Jahre alt und fast unbeschadet!

Burg Eltz
Bereits seit dem 12. Jahrhundert liegt die Burg Eltz im gleichnamigen Eltztal. Das Bauwerk gehört zu den bekanntesten Burgen Deutschlands.

Die Burg Eltz gehört für viele zu den schönsten Burgen Deutschlands. Hier in der Eifel konnte sie fast 900 Jahre ohne größere Schäden den Lauf der Zeit mit ansehen. Heute ist sie zwar nicht mehr bewohnt, aber ein Touristenmagnet für Besucher aus der ganzen Welt geworden.

Burg Eltz wird 1157 erstmalig urkundlich erwähnt

Die Burg Eltz wurde bereits 1157 das erste Mal in einer Schenkungsurkunde Friedrichs I. Barbarossa erwähnt. Zu diesem Zeitpunkt bestand die Anlage wahrscheinlich nur aus dem hohen Bergfried und einem romanischen Wohnhaus. Von beiden sind heute nur noch die Reste erhalten.

Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Burg zu dem ausgebaut, was sie heute ist. Dabei haben manche Räume eine fast merkwürdige Aufteilung. Der Grund liegt darin, dass sich die Erbauer stark an der Felstformation orientierten, auf der die Burg errichtet wurde. Aus manchen Winkeln scheinen deshalb manche Türme auch schiefer zu stehen als andere. Teilweise handelt es sich hierbei um optische Täuschungen, teilweise aber machte dies das unebene Terrain wirklich notwendig.

Burg Eltz
Blick auf die Burg Eltz und das umliegende Eltztal von Nordosten. Um zur Burg zu gelangen, muß man zunächst den Abstieg meistern.

Die Burg wurde nie zum Schauplatz großer Angriffe und ist daher heute noch weitgehend im Zustand erhalten geblieben, den sie schon im Mittelalter gehabt haben muss. Am schwersten setzte der Burg Eltz in ihrer fast 900-jährigen Geschichte ein großes Feuer im Jahr 1920 zu. Durch ausgiebige Sanierungsarbeiten konnte man aber das meiste zum Glück wiederherstellen und reparieren.

Seit mehr als 800 Jahren befindet sich die Burg Eltz übrigens im Besitz der gleichnamigen Familie. Bewohnt wird sie aber schon lange nicht mehr. Der derzeitige Besitzer lebt lieber in Frankfurt am Main. Trotzdem übernahm er die Aufgabe die Burg weiterhin für die Öffentlichkeit zugänglich zu halten und natürlich das Bauwerk zu schonen und restaurieren. Schließlich wird er nach seinem Tod die Burg an die inzwischen 34. Generation weiterreichen.

Die Burg Eltz ist bei Touristen weltweit beliebt

Die Höhenburg ist ein beliebtes Ausflugsziel für all diejenigen, die ihren Urlaub an der Mosel und in der Eifel verbringen. Aber auch Touristen weltweit lockt das alte Gemäuer in diese Ecke von Deutschland. Im Inneren finden regelmäßig Führungen in verschiedenen Sprachen statt. Das Fotografieren ist dabei aber leider nicht gestattet!

Die Burg gehört in jedem Fall zu den bekanntesten ihrer Art im Land. Es ist nicht nur ihr mittelalterliches Erscheinungsbild, das sie zum perfekten Fotomotiv macht. Auch ihre Position zwischen den Hügeln des Eltztals mag für den Besucher wie eine Zeitreise wirken. Die moderne Welt scheint hier ganz weit weg zu sein.

Burg Eltz
Wer die Burg ohne Menschenmassen fotografieren möchte, sollte ein Frühaufsteher sein. Das Bauwerk ist sogar bei internationalen Gästen äußerst beliebt.

Bei der dritten Banknotenserie der Deutschen Mark war Burg Eltz auf der Rückseite des 500 DM Scheins abgebildet. 1977 erschien sogar eine Briefmarke mit ihrem Motiv. Kein Wunder also, dass diese Burg ein geschütztes Kulturdenkmal ist. Sie ist in der Denkmalliste des Landes Rheinland-Pfalz eingetragen und genießt daher besonderen Schutz.

Um den ursprünglichen Charme beizubehalten, befindet sich der nächste Parkplatz einige Meter höher als die Burg. Um das Eltztal von hier zu erreichen hat man die Möglichkeit zwischen einem Waldwanderweg oder einer asphaltierten Variante. Bei letzterer hat man die Burg schon ziemlich früh im Blick, dafür muß man aber hin und wieder dem Shuttlebus ausweichen, der die fußfaulen oder eingeschränkten Touristen für ein kleines Entgelt bis vor die Burgbrücke fährt. Auf dem Wanderweg ist es da schon idylischer. Allerdings taucht Burg Eltz erst vor einem auf, kurz bevor man den Eingang erreicht hat.

Mit einer Dauer von weniger als 30 Minuten lohnt sich dieser Spaziergang durchs Grüne aber allemal. Und am Ziel winkt dann die Burg, die von vielen zu den schönsten Deutschlands gezählt wird!

Aber Achtung: Trotz aller Euphorie sollte man noch etwas Kraft für den Rückweg einplanen. Dieser geht nämlich mit ordentlichen Steigung nur noch bergauf. Egal – dieses wahre Relikt aus dem Mittelalter entschädigt die Strapazen schließlich!

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