Jökulsárlón: Islands faszinierende Gletscherlagune

Island

Jökulsárlón
Die Gletscherlagune Jökulsárlón gehört zu den Highlights auf einer Island-Reise. Nicht nur Fotografen sind von den kleinen "Eisbergen" fasziniert.

Die Gletscherlagune Jökulsárlón gehört zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten in ganz Island. Ihre ganzjährigen Eisbrocken sind atemberaubend schön. Das glitzernde Eis am schwarzen Strand hat sogar einen „Diamond Beach“ entstehen lassen.

Unter den vielen „Naturschönheiten“ in Island, zählt die Gletscherlagune Jökulsárlón im Südosten Islands, zu den wohl beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten im ganzen Land. Ganzjährig schwimmen hier große Eisbrocken in strahlenden Weiß auf dem Wasser und reflektieren den blauen Himmel und das Sonnenlicht in einer faszinierenden Art und Weise.

Jökulsárlón ist ein wahrer Juwel

Schon der Name des Gletschersees Jökulsárlón klingt märchenhaft: Wörtlich übersetzt bedeutet er „Gletscherflusslagune“. Mit 284 Metern ist er der tiefste See Islands und gleichzeitig auch der größte Gletschersee im ganzen Land. Auf rund 18km² treiben Eisberge und Eisbrocken auf ihm herum. Manche von ihnen erreichen dabei stolze Höhen von bis zu 15m, andere kommen kleiner daher. Die Mischung macht das perfekte Bild!

1975 war der See gerade mal halb so groß. Dann aber schmolzen die Gletscher des Breiðamerkurjökulls ab und ließen den See auf seinen heutigen Umfang wachsen. Noch heute ist es jene Gletscherzunge, die einst bis ans Meer reichte, jetzt aber rund 3km vom Ufer entfernt liegt, die den Gletschersee Jökulsárlón mit dem schillernden Eisskulpturen „füttert“.

Jökulsárlón

Blau, Weiß, Silbern – Die Farben auf dem Jökulsárlón

Je nach Tageszeit und Wetter kann man in den Eisbergen verschiedene Farben beobachten. Sie strahlen sie mal im klarsten Weiß, haben mitunter aber auch eine blauen oder silbernen Hauch. Neben der Reflektion des Wasser, des Himmels und der Wolken, sind diese Farben aber auch durch ein natürliches Phänomen zu erklären.

Jökulsárlón

Das Blau rührt beispielsweise von verschiedenen Kristallen im Eis her. Die silber-schwarze Erscheinung stammt von der vulkanischen Asche. Durch diese ist der benachbarte Strand auch komplett von schwarzen Sand überzogen.

Funkeln am Diamond Beach

Direkt neben dem Jökulsárlón liegt die isländische Küste. Der Strand hier ist von tiefschwarzen Sand überzogen. An den Uferrand wurde zahlreiche klare Eisbrocken gespült. Wenn die Sonne (oder auch der Mond) günstig steht, scheinen sie wie riesige Diamanten zu funkeln. Diese Naturschauspiel hat der Küste hier auch seinen passenden Namen „Diamond Beach“ – Diamantenstrand – eingebracht.

Diamantenstrand Island
Nicht umsonst heißt der Strand unweit des Jökulsárlóns „Diamond Beach“ – der Diamantenstrand!

Fast ganzjährig tummeln sich auch hier die Touristen, um das beste Urlaubsbild zu ergattern. Auch für die Jagd nach den Nordlichtern ist dieser Ort bekannt und beliebt. Dank der guten klimatischen Bedingungen, sind sowohl der Diamond Beach als auch der Gletschersee Jökulsárlón ganzjährig zu bewundern und einen Besuch wert.

Mit dem Boot den Jökulsárlón erkunden

Ganzjährig kann man hier auch per Boot oder Amphibienfahrzeug den See und den angrenzenden Gletscher erkunden. Dabei kann man mit ein bißchen Glück auch auf Robben treffen. Diese leben in der Lagune und am Diamantenstrand und lieben es zu schwimmen, oder sich auf einem der treibenden Eisberge in der Sonne zu entspannen.

Bereits die Fahrt entlang der Südküste ist eindrucksvoll und wert, dass man für sie etwas mehr Zeit einplant. Der Gletschersee Jökulsárlón liegt direkt an der Ringstraße und kann daher bei einer Island-Rundreise gar nicht verfehlt werden. Von Islands Hauptstadt Reykjavik aus, benötigt man ca. 5-6 Stunden mit dem eigenen Mietwagen oder einer geführten Tour.

Kulisse für Hollywood und Musikstars

Die Schönheit von Jökulsárlón hat sich natürlich schon weltweit herumgesprochen. Daher verwundert es wohl niemanden, dass auch schon Hollywood diesen Ort als Kulisse für verschiedene Filme nutzte. Besonders vorteilhaft ist auch, dass man hier bei milden Temperaturen im Sommer drehen kann und trotzdem eine eiskalt-wirkende Winterlandschaft vorfindet.

James Bond persönlich gab sie hier in den Filmen Stirb an einem anderen Tag und Im Angesicht des Todes bereits die Ehre. Auch Szenen fürTomb Raider und Batman Begins wurden hier gedreht.

Popstar Justin Bieber war von der Schönheit Islands von Anfang an begeistert. Sein Musikvideo zu „I’ll show you“ ließ er daher am Jökulsárlón drehen.

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Die Gletscherlagune Jökulsárlón zählt sicherlich nicht (mehr) zu den Geheimtipps in Island. Aber so viel Schönheit wird halt im Nu weltberühmt!

Lonely Planet Reiseführer Island
  • 456 Seiten - 05.08.2019 (Veröffentlichungsdatum) - LONELY PLANET DEUTSCHLAND (Herausgeber)

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