Nichts für Höhenangst: Die „Carrick-a-Rede“-Brücke

Carrick-a-Rede Brücke
Eine wacklige Angelegenheit: Die Carrik-A-Rede-Brücke hängt in einer Höhe von 30m über der schmalen Schlucht.

Carrick-a-Rede ist eine winzige Insel vor der Küste des County Antrim zwischen Ballycastle und Ballontoy an der nordirischen Küste. Doch jährlich kommen tausende von Besucher an diesen Zipfel Nordirlands. Der Grund ist eine alte Hängebrücke die das unbewohnte Eiland mit dem Festland verbindet.

Der Name der Insel würde frei übersetzt „Fels im Weg“ bedeuten und das hat auch einen Grund: „Carrik-A-Rede“ liegt genau auf dem Weg der Lachse zu ihren Laichplätzen. Da die Fische gezwungen sind die Insel zu umschwimmen, werden sie zu leichten Opfern der Fischer.

Ursprünglich errichteten Fischer die Brücke, um von ihr herab mit Fangnetzen die schmackhaften Lachse zu fangen. Das Lachsvorkommen ist aus erwähntem Grund an dieser Stelle äußerst groß.

Die anderen Tiere, die hier ansässig sind, sind zugleich auch ein weiterer Feind der Lachse. Denn bei vielen Vogelarten ist der Platz am Felsen beliebt, um zu nisten. Daher sollte man sich auch auf dem einzigen Weg auf der Insel bewegen, um die Vögel nicht beim brüten zu stören.

Von 300 Lachsen pro Tag zu 300 Lachsen pro Saison

Eine Hängebrücke gibt es an dieser Stelle schon seit über 350 Jahren. Doch als immer mehr Touristen davon erfuhren, wurde der Fischfang unwichtiger. Schon Anfang der 70er-Jahre kamen mehr und mehr Menschen, um selbst über diese malerische Hängebrücke zu gehen.

Schon bald merkte man, dass man mit der Carrik-a-Rede-Brücke selber deutlich mehr Geld verdienen konnte, als mit den Lachsfang, für den die Brücke ursprünglich gebaut wurde. Zumal diese Fische auch nur von Juni bis August hier schwimmen.

So werden heute dort nur noch rund 300 Lachse pro Jahr gefangen. Früher waren es soviele an einem einzigen Tag.

Brücke zu Carrick-A-Rede Insel in Nordirland
Die Brücke führt auf die gleichnamige umbewohnte Insel. Von dort kann man bei guter Sicht sogar die Küste Schottlands sehen.

Anfangs war die Brücke noch recht einfach beschaffen. Sie war nur mit einem Handlauf versehen und die Lücken zwischen den einzelnen Brettern groß. Es soll daher Besucher gegeben haben, die sich hin auf die Mini-Insel trauten, aber nicht wieder zurück. Ein paar mussten dann sogar mit dem Boot abgeholt werden.

Ein paar Jahre später renovierte man daher die Hängebrücke und sorgte damit für weniger Schwankungen bei Wind und erhöhte Sicherheit.

Ein Abstecher an Carrick-a-Rede lohnt sich: Den Besucher erwarte eine spannende und unterhaltsame Angelegenheit und nicht zuletzt auch ein beliebtes Fotomotiv mit dem Blick aufs Meer.

Auf der Insel selber findet man nur eine kleine Hütte und eine Seilwinde für die Lachsnetze. An guten Tagen kann man von Carrick-a-Rede aber bis zur schottischen Küste schauen.

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