Sighisoara: Sehenswürdigkeiten in Draculas Geburtstadt

Rumänien

Sighișoara in Rumänien
Die Altstadt von Sighișoara in Rumänien ist äußerst sehenswert. Der berühmteste Sohn der Stadt soll ein gewisser Vlad Draculae gewesen sein.

Sighisoara zählt zu den bedeutendesten Städten in Siebenbürgen. Die Kleinstadt in Rumänien kann mit einer wichtigen historischen Geschichte aufwarten. Besucher kommen vorallem wegen den Sehenswürdigkeiten im historischen Zentrum und einer der Söhne der Stadt: Dracula.


Mit nur rund 30.000 Einwohnern zählt Sighisoara heute zu einer der kleineren Städte in Rumänien. Jährlich besuchen diesen Ort aber viel mehr Touristen, als er eigentlich Einwohner hat. Sighisoara ist eine der wenigen Städte, die innerhalb eines alten Burgbergs liegen und noch heute bewohnt sind.

Neben den historischen Sehenswürdigkeiten lockt aber auch ein ehemaliger Einwohner des Ortes die Menschen aus aller Welt an: Vlad III. Drăculea, der brutale Fürst aus der Walachei, der auch die Vorlage für die Romanfigur Graf Dracula sein soll, wurde hier einst geboren.

Sehenswürdigkeiten in Sighisoara

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Sighisoaras buntes mittelalterliches Zentrum

Die Stadt wurde in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts von deutschen Einwanderern, den Siebenbürger Sachsen, unter der Namen Schäßburg gegründet. In dieser Zeit entstanden auch viele der historischen Gebäude, die heute noch im alten Zentrum zu bewundern sind.

Die Altstadt von Sighișoara
Die Altstadt von Sighisoara

Das alte mittelalterliche Zentrum ist ungewöhnlich farbenfroh gestaltet und befindet sich auf einem kleinen Berg. Zwischen den roten, gelben und hellbraunen Gebäuden verlaufen kleine Straßen mit großen Pflastersteinen. Den Mittelpunkt der äußerst sehenswerten Altstadt bildet die Piața Cetății. Hier befinden sich kleine Restaurants, Cafés und auch einige Souvernirshops. Das historische Zentrum, die sogenannte Burg, gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Puppenspielerin in Sighișoara
Auf dem Piata Muzeului unterhalb des Stundturms sorgt eine Puppenspielerin für die passende Unterhaltung.

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Sighisoara befinden sich in diesem historischen Zentrum und sind so einfach zu Fuß zu erkunden. Am besten parkt man sein Auto auf dem großen Parkplatz unterhalb des Burgbergs und läuft dann eine steile, aber kurze Treppe zur Zitadelle hinauf.

Noch weiter oben kann man seine Erkundung im Josef-Haltrich-Lyzeum starten. Dieses Gymnasium der deutschen Minderheitsbevölkerung liegt unterhalb der Bergkirche. Ein überdachte Holztreppe führt einen von hier aus auf eine ganz besondere Art und Weise auf den Schulberg. Hier befindet sich auch ein alter Friedhof, mit teilweise schiefen Grabsteinen, der besonders an tristen Tagen eine ganz besondere Atmosphäre bieten wird.

Die Türme von Sighisoara

Ihr unverwechselbares und eindruckvolles Erscheinungsbild geben dem historischen Kern von Sighisoara gleich mehrere Türme, die sich sowohl optisch, als auch vom Alter deutlich voneinander abgrenzen.

Glockenspiel Stundturm
Das Glockenspiel am Stundturm in Sighisoara sollte man nicht verpassen.

Das unwidersprochene Wahrzeichen von Sighisoara ist zweifelsohne der Stundturm. Er wurde im 14. Jahrhundert erbaut und diente der Verteidigung des Hauptors der ehemaligen Burg. Sein heutiges Aussehen wurde im 17. Jahrhundert verändert. Zuvor hatte ein großes Feuer den Turm stark beschädigt. Die 5 Stockwerke kann man besteigen. Am interessantesten ist natürlich die oberste Etage. Von der offenen Holzgalerie hat man einen fantastischen Ausblick über Sighisoara. Von außen darf man das mechanische Figurenspiel auf keinen Fall verpassen. Es begleitet den Stunden- und Tageswechsl und ist in dieser Form einzigartig in Rumänien.

Ursprünglich hatte das mittelalterliche Sighisoara sogar 14 Türmen, von denen heute aber nur noch ein Teil existiert. Sie wurden mit den Namen der Handwerkerzünfte betitelt, die den jeweiligen Turm ursprünglich erbaut und verteidigt hatten. Daher kann man heute auch noch die sehenswerten Schneider-, Kürschner- und Zinngießertürme bewundern.

Zinngießerturm in Sighișoara
Der Zinngießerturm in Sighisoara ist weitgehend erhalten geblieben.

Sehenswerte Kirchen in Sighisoara

Es gibt zwei sehenswerte Kirchen in Sighisoara, die man nicht verpassen sollte. Die Schäßburger Bergkirche (Biserica din Deal) wurde komplett renoviert. Im Inneren sind mehrere Altäre, sowie eine große Sammlung alter Stollentruhen zu sehen. Sie liegt neben dem Deutschen Friedhof auf dem Schulberg. In der Kirche befindet sich auch eine Krypta – eine Besonderheit in einer evangelischen Kirche, die es so nur zwei mal auf der Welt gibt.

Die Klosterkirche ist deutlich älter und wurde ab 1492 erbaut. Besonders sehenswert im Inneren ist der Barockaltar und die Barockorgel. Auf den Böden befinden sich 35 orientalische Teppiche aus dem 16. und 17. Jahrhundert.

Das Geburtshaus von Vlad III. Drăculea

Neben der spannenden Altstadt ist es vorallem ein Mann der sogar Touristen aus Asien nach Sighisoara lockt. In einem eigentlich unspektakulären Haus in der Tin Straße 1, unweit des Hauptplatz der Zitadelle, soll in 1431 ein gewisser Vlad III Drăculea geboren worden sein. Mit Hilfe ungarischer Streitkräfte eroberte er in der Mitte des 15. Jahrhunderts die Walachei von den Osmanen zurück und wurde so zum Regent des Fürstentums ernannt.

Noch mehr als seine militärischen Siege, ist seine Grausamkeit in die Geschichtsbücher eingegangen. So soll er Gefangene regelmäßig foltern und töten lassen. Sein „Markenzeichen“ war das Pfählen. Hierbei setzte man Menschen auf abgerundete und geölte Holzpfähle, so dass sie nach einiger Zeit nur durch ihr eigenes Körpergewicht aufgespießt wurden. Manche Quellen berichten, dass auf diese Weise bis zu 100.000 Opfer ihr Leben lassen mussten. Dies brachte ihm den Beinamen Vlade Tepes (Vlad der Pfähler) ein.

Hinweistafel am Geburtshaus von Vlad III Drăculea in Sighișoara: Das unscheinbare Haus zählt zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten in der Altstadt.
Hinweistafel am Geburtshaus von Vlad III Drăculea in Sighisoara: Das unscheinbare Haus zählt zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten in der Altstadt.

Diese Geschichten verbreiteten sich auch außerhalb von Rumänien. Der irische Schriftsteller Bram Stoker nahm Vlad III Drăculea daher als Vorbild für seinen Roman Graf Dracula. Dieser Roman ist nicht ganz unbeteiligt daran, dass ganz Siebenbürgen heute zu den beliebtesten Tourispots im ganzen Land gehört.

Viel über die Geschichte des „Fürst der Finsternis“ kann man heute im Geburtshaus allerdings nicht mehr sehen. Es beinhaltet ein mittelalterlich-designtes Restaunt im Erdgeschoß und ein kleines Waffenmuseum in der ersten Etage. Aber auch in den anderen Teilen von Sighisoara ist Dracula und all das was die Geschichte zu spannend macht allgegenwärtig.

Vampir-Tourismus
Der „Vampir-Tourismus“ lockt jedes Jahr etliche Reisende auf aller Welt nach Rumänien.

Wissenswertes für deinen Besuch in Sighisoara

Bist du neugierig geworden? Diese abschließenden Tipps machen deine Reise nach Sighisoara zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Wie komme ich am besten nach Sighisoara?

Sighisoara liegt zwischen den beiden großen Städten Cluj-Napoca und Brasov. Diese beiden Orte verfügen jeweils über einen eigenen internationalen Flughafen verfügen, der auch von Deutschland aus angesteuert wird. Die Autofahrt von Cluj-Napoca beträgt 2:30 Stunden, von Brasov sind es 2 Stunden.

Häufiger angeflogen, jedoch viel weiter entfernt ist der Flughafen in der rumänischen Hauptstadt Bukarest. Von hier aus benötigt man mindestens 5 Stunden mit dem Auto.

Was gibt es rund um Sighisoara zu sehen?

Da Sighisoara im Herzen von Siebenbürgen, auch als Transilvanien bekannt, liegt, gibt es in der unmittelbaren Umgebung einiges zu entdecken. Man sollte vorallem nicht die Städte Brasov und Sibiu verpassen. Das (Dracula)-Schloß Bran gehört auch zu einer Reise in diese Region dazu.

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