Yosemite Nationalpark: Amerikas Naturwunder in Kalifornien

Yosemite Nationalpark USA
Fragt man einen Amerikaner, was man unbedingt in den USA gesehen haben muß, wird mit Sicherheit der Yosemite Nationalpark in Kalifornien dabei sein.

Der Yosemite Nationalpark ist wahrscheinlich die beliebteste Naturattraktion in den ganzen USA. Für jeden Amerikaner ist mindestens ein Besuch im Leben fast schon Pflicht. Doch auch für ausländische Besucher gehört dieser Ort zum festen Bestandteil eines Roadtrips durch Kalifornien.

Jedes Jahr, besonders in den Sommermonaten, kann man sie überall in Kalifornien entdecken: Unzählige Miet-Wohnwagen mit Touristen aus der ganzen Welt besetzt, die sich über die langen Straßen von Kalifornien in Richtung Westküste und San Francisco fortbewegen.

Diese Strecke, die schon fast der Evergreen des USA-Roadtrips genannt werden kann, führt meistens auch zum Yosemite Nationalpark. Mit beinahe 4 Millionen Besuchern jährlich, steht der Nationalpark 300 km östlich von San Francisco unangefochten auf Platz 1 der beliebtesten Natur-Sehenswürdigkeiten in Amerika.

Yosemite Nationalpark: Beeindruckende Wasserfälle, majestätische Berge und Postkarten-Idylle

Besonders bekannt ist der Nationalpark für seine Wasserfälle. Wie viele es insgesamt sind, weiß eigentlich niemand ganz genau. Schließlich erstreckt sich das Naturschutzgebiet auch auf stolze 3.074km². Besonders in den Monaten April, Mai und Juni verwandeln sich die zahlreichen Felsvorsprünge wegen der Schneeschmelze zu reißenden Wasserfällen. Viele namenlose Wasserfälle entstehen nur während dieser Zeit und verschwinden dann wieder gänzlich in den Hochsommermonaten.

Der bekannteste ist wahrscheinlich der Yosemite Fall. Mit einer Gesamthöhe von 739 m gehört er zu den höchsten Wasserfällen der Welt. In drei Stufen fällt er malerisch zwischen zwei Bergspitzen in grün bewaldete Tal hinunter. Ein Motiv geschaffen für die Urlaubspostkarte!

Yosemite Fall im Yosemite Nationalpark
Der Yosemite Fall gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten im Yosemite Nationalpark. Er gehört zu den höchsten Wasserfällen der Welt.

Daneben erfreut sich aber auch zum Beispiel der Wasserfall „Horsetail“ besonderer Beliebtheit. Nur für knapp zwei Wochen im Februar jedes Jahr, besteht hier die Chance, dass er während des Sonnenuntergangs aussieht wie flüßige Lava. Leuchtend rot stürzt er dann in die Tiefe. Ein Event, dass jedes Jahr unzählige Touristen in den noch schneebedeckten Yosemite Nationalpark lockt. Aber etwas Glück und Timing gehört für den Hobbyfotografen dazu: Nur knapp 2 Minuten kann man maximal dieses Naturphänomen bewundern.

Es ist das Gesamtbild, welches den Nationalpark zur absoluten Sehenswürdigkeit macht. Majestätische Granitfelsen und hohe Berge sind aus den grünen Wäldern stets zu bewundern. Sie tragen malerische Namen wie „El Capitan“ und sehen genau so spektakulär aus.

Wer ohne Kamera hier auftaucht, wird unweigerlich das Gefühl haben etwas vergessen zu haben.

Gemütlich oder aktiv: Yosemite läßt sich auf vielerlei Arten erkunden

Das Herzstück des Parks, das Yosemite Valley, macht mit seinen 18 km² lediglich 1% der Gesamtfläche aus. Trotzdem ist es der Ort, an den es die meisten Touristen zieht. Hier ist der Park gut erschlossen und es liegen die bekanntesten Sehenswürdigkeiten hier.

Auf gut ausgebauten Straßen kann man mit dem Shuttlebus zwischen den einzelnen Stationen und Aussichtspunkten ganz bequem hin- und herfahren. Wer es aktiver mag, kann von der Haltestellen aus seinen Weg auf den vielen ausgeschilderten Wanderwegen fortsetzen. Insgesamt gibt es alleine davon gut 1300 km. Mit einer Straßenlänge von 560 km kommt man aber auch gut mit dem Fahrzeug vorran kommen – und das vorallem sehr bequem!

Damit diese wunderbare Natur noch lange erhalten bleibt, wird aber großer Wert auf den Umweltschutz gelegt. Und schaut man sich die Besucherzahlen an, wird man erstaunt sein, wie gut die Natur diese Massenansturm bisher verkraften konnte.

Es lohnt sich auf Wanderung im Yosemite NP zu gehen. Abseits der Hauptstraßen findet man noch viel Ruhe und einsame Natur vor.
Es lohnt sich auf Wanderung im Yosemite NP zu gehen. Abseits der Hauptstraßen findet man noch viel Ruhe und einsame Natur vor.

Trotzdem lohnt es sich etwas abseits der ausgetretenen Pfade unterwegs zu sein. Hier hat man noch die beste Chance in Kontakt mit der Tierwelt zu kommen. Unter anderem warten Adler, Hirsche und Streifenhörnchen darauf in der Luft oder im Dickicht der Wälder entdeckt zu werden.

Auch Pflanzen-Liebhaber finden hier das Besondere: Gigantische Mammutbäume konnten über Jahrtausende hier wachsen. Manche von ihnen sind zu hoch und breit, dass man sogar eine Straße durch sie bauen konnte.

Es ist eigentlich unmöglich alles im Yosemite Nationalpark an nur einem Tag zu sehen. Verschiedene Campingplätze direkt im Park bieten daher genug Platz fürs eigene Zelt oder Wohnmobil und die Möglichkeit, die Natur ganz nah und in einem anderen Licht erleben zu können.

Ein Ziel für jede Jahreszeit

Prinzipell ist der Yosemite Nationalpark ein Reiseziel für das ganze Jahr. Doch am schönsten ist es zu Beginn des Sommers. Die Wälder leuchten nun in nicht zählbaren Nuancen von Grün, die Bäche und Flüße sind mit klarem Wasser gefüllt und die Tiere sind aus dem Winterschlaf zurückgekehrt.

Doch auch im Winter und Herbst hat der Park seinen Reiz. Bunte Wälder, werden durch starken Schneefall abgelöst. In den kältesten Wintermonaten müßen aber immer wieder Teile des Naturschutzgebiets für die Touristen gesperrt werden. Das gleiche gilt fürs Frühjahr, wenn die Lawinengefahr am Größten ist.

Der Yosemite NP wurde bereits 1919 gegründet und gehört damit zu den ältesten Nationalparks in der ganzen USA. Nur der Yellow-Nationalpark, der sich in den US-Staaten Wyoming, Montana und Idaho erstreckt, ist älter. Bereits im Jahre 1984 wurde er von der UNESCO in die Liste des Weltnaturerbes aufgenommen.

Klar: Dieser Ort ist kein Geheimtipp mehr und der ein oder andere fürchtet vielleicht sogar von Touristen überrannt zu werden. Dennoch sollte jeder, wenn er in Kalifornien ist, die Chance nutzen und dieses Naturjuwel besuchen. Es hat bisher noch niemand bereut – ganz im Gegenteil!

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