Buchara ist nicht einfach nur eine weitere Stadt entlang der Seidenstraße. Buchara war über Jahrhunderte Machtzentrum, religiöses Herz und politische Hochburg – und vor allem die Hauptstadt eines Emirats, das bis ins 20. Jahrhundert hinein bestand. Diese Geschichte hat unzählige Sehenswürdigkeiten hinterlassen, die Buchara zu einem beliebten Reiseziel im heutigen Usbekistan macht.
Buchara (auch Buxoro) ist für viele Reisende das atmosphärischste Reiseziel einer Usbekistan-Rundreise. Während Samarkand mit monumentalen Bauwerken beeindruckt, fühlt sich Buchara eher wie ein lebendiges Freilichtmuseum an. Enge Gassen, Lehmfassaden, ruhige Innenhöfe und jahrhundertealte Moscheen sorgen dafür, dass man hier nicht nur Sehenswürdigkeiten besucht – sondern in Geschichte eintaucht.
In diesem Artikel erfährst du mehr über die Geschichte von Buchara, die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und bekommst praktische Tipps für deinen Aufenthalt.
Bucharas Altstadt ist an jeder Ecke eine Highlight
Wenn du deine Usbekistan-Reise planst, wirst du neben Samarkand schnell auch auf Buchara stoßen. Die Stadt zählt zu den ältesten durchgehend bewohnten Städten Zentralasiens und war über Jahrhunderte ein wichtiges Zentrum entlang der Seidenstraße. Besonders die kompakte Altstadt macht Buchara zu einem perfekten Reiseziel für alle, die viele Highlights bequem zu Fuß erkunden möchten. Während Samarkand für imperiale Monumente steht, wirkt Buchara geschlossener, ursprünglicher und politisch greifbarer. Hier residierten Emire, hier wurden Entscheidungen getroffen, hier entstand ein eigenständiger Staat innerhalb Zentralasiens.
Seit 1993 gehört das historische Zentrum von Buchara zum UNESCO-Weltkulturerbe. Anders als in vielen anderen Städten sind hier nicht nur einzelne Bauwerke geschützt, sondern das gesamte historische Ensemble.Wenn du Buchara besuchst, läuft du nicht nur einfach durch eine historische Altstadt. Du bewegst dich durch das ehemalige Zentrum eines Emirats, dessen Spuren bis heute sichtbar sind.
Die Geschichte von Buchara: Vom Handelsplatz zum Emirat
Buchara existiert seit über 2000 Jahren. Bereits in der Antike war sie ein bedeutender Knotenpunkt entlang der Handelswege zwischen Persien, Indien und China. Mit der Ausbreitung des Islams entwickelte sich die Stadt zu einem religiösen und intellektuellen Zentrum. Doch ihre eigentliche Besonderheit begann mit der politischen Eigenständigkeit.
Im 16. Jahrhundert entstand das Khanat Buchara, das später zum Emirat Buchara wurde. Über Jahrhunderte regierten hier Emire, die nicht nur religiöse Autorität, sondern auch weltliche Macht ausübten. Anders als viele andere Städte Zentralasiens war Buchara nicht nur Handelsstation – sie war Regierungssitz. Der Ark von Buchara war dabei mehr als eine Festung. Er war das politische Zentrum des Emirats. Von hier aus wurden Steuern erhoben, Gesetze beschlossen und diplomatische Beziehungen gepflegt.
Selbst als das Russische Reich im 19. Jahrhundert seinen Einfluss in Zentralasien ausweitete, blieb das Emirat Buchara formal bestehen. Erst 1920 wurde es von der Roten Armee aufgelöst. Damit endete eine der letzten traditionellen Herrschaftsformen der Region.Diese lange politische Eigenständigkeit unterscheidet Buchara deutlich von Samarkand oder Chiwa. Während andere Städte ihre Machtphasen wechselten, blieb Buchara über Jahrhunderte Sitz eines eigenen Staates.
Die besten Sehenswürdigkeiten in Buchara (+ Karte)
Die meisten Sehenswürdigkeiten in Buchara liegen eng beieinander. Du kannst nahezu alles zu Fuß erkunden. Trotzdem summieren sich die Wege über den Tag, also bequeme Schuhe nicht vergessen. Hier findest du die meiner Meinung nach wichtigsten Sehenswürdigkeiten und eine praktische interaktive Karte zum Navigieren.
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Mehr InformationenArk von Buchara – Machtzentrum des Emirats
Die Ark von Buchara ist das historische Herz der Macht in der Stadt. Erste Befestigungen soll es hier bereits im 5. Jahrhundert gegeben haben. Über Jahrhunderte hinweg wurde die Zitadelle immer wieder erweitert und war schließlich Residenz der Emire von Buchara. Innerhalb der massiven Lehmziegelmauern befanden sich Palastanlagen, Verwaltungsräume, eine Moschee, Schatzkammern und sogar ein Gefängnis – eine Stadt in der Stadt.
1920 wurde die Ark bei der Einnahme durch die Rote Armee stark beschädigt. Dennoch lässt sich die einstige Bedeutung noch gut nachvollziehen. Im Inneren befindet sich heute außerdem ein kleines naturwissenschaftliches Museum. Von der erhöhten Anlage bietet sich außerdem ein schöner Blick über die Altstadt. Für den Besuch wird ein Eintritt von etwa 60.000 UZS erhoben (Stand: Januar 2026).
Bolo-Hauz-Moschee – Die Moschee des Emirs
Direkt gegenüber der Ark steht die Bolo-Hauz-Moschee, die 1712 erbaut wurde und als Freitagsmoschee der Emire diente. Durch ihre Lage war sie eng mit dem Machtzentrum verbunden. Besonders beeindruckend ist die Vorhalle mit ihren reich verzierten Holzsäulen, die Anfang des 20. Jahrhunderts ergänzt wurden.
Der Name „Hauz“ verweist auf das Wasserbecken vor der Moschee. Solche Teiche waren früher typisch für Buchara und sorgten für Wasser und Kühlung. Heute ist die Moschee ein beliebtes Fotomotiv – vor allem am Morgen, wenn sich die Säulen im Wasser spiegeln.
Poi Kalon – Religiöses Zentrum Bucharas
Das Ensemble Poi Kalon ist das religiöse Zentrum von Buchara und zählt zu den beeindruckendsten Plätzen der Stadt. Es besteht aus dem Kalon-Minarett aus dem Jahr 1127, der Kalon-Moschee und der gegenüberliegenden Mir-i-Arab-Madrasa. Das Minarett überstand sogar die mongolische Invasion unter Dschingis Khan – angeblich war selbst er von der Baukunst so beeindruckt, dass er es verschonte. Zeitweise sollen von dort oben sogar zum Todeverurteilte in die Tiefe gestoßen worden sein.
Die heutige Moschee stammt aus dem 16. Jahrhundert und bietet Platz für mehrere tausend Gläubige. Die Mir-i-Arab-Madrasa ist bis heute eine aktive Koranschule. Wer Moschee und Minarett besichtigen möchte, zahlt etwa 50.000–60.000 UZS Eintritt (Stand: Januar 2026). Besonders stimmungsvoll wirkt der Platz in den Abendstunden, wenn die Gebäude beleuchtet sind.
Abdulaziz-Khan-Madrasa & Ulug Bek Madrasa – Zwei Epochen im direkten Vergleich
Direkt gegenüber stehen hier zwei Bauwerke aus unterschiedlichen Jahrhunderten – und genau das macht diesen Ort so spannend. Die Ulug Bek Madrasa wurde 1417 vom Herrscher und Astronomen Ulug Bek errichtet. Ihr Stil ist noch vergleichsweise streng und geometrisch. Bildung und Wissenschaft standen hier im Mittelpunkt.
Die Abdulaziz-Khan-Madrasa aus dem 17. Jahrhundert wirkt dagegen deutlich prunkvoller. Florale Ornamente, farbenreiche Verzierungen und goldene Details spiegeln den späteren, dekorativeren Baustil wider. Für die Besichtigung der Innenhöfe und Räume wird ein Eintritt von rund 40.000–50.000 UZS erhoben (Stand: Januar 2026).
Magʻoki-Attori-Moschee – Eine der ältesten Moscheen der Stadt
Die Magʻoki-Attori-Moschee zählt zu den ältesten erhaltenen islamischen Bauwerken Bucharas. Ihre Ursprünge reichen bis ins 9. Jahrhundert zurück. Sie wurde auf den Überresten eines vorislamischen Tempels errichtet, was die religiöse Entwicklung der Region widerspiegelt.
Auffällig ist, dass die Moschee heute deutlich unter dem Straßenniveau liegt. Über die Jahrhunderte hinweg ist das Bodenniveau der Stadt immer weiter angestiegen. Besonders sehenswert ist die kunstvoll verzierte Backsteinfassade. Für den Besuch werden etwa 30.000 UZS Eintritt verlangt (Stand: Januar 2026).
Toki Sarrofon & Toqi Zargaron – Handelskuppeln der Seidenstraße
Die überkuppelten Basare aus dem 16. Jahrhundert waren einst wichtige Knotenpunkte entlang der Seidenstraße. Toki Sarrofon war der Markt der Geldwechsler, während Toqi Zargaron vor allem von Goldschmieden genutzt wurde. Händler aus verschiedenen Regionen trafen hier aufeinander und tauschten Waren, Ideen und Kulturen aus.
Noch heute herrscht unter den massiven Backsteinkuppeln reges Treiben. Hier werden heute aber eher Souvenirs verkauft als Gold- und Geldhandel betrieben. Die Architektur sorgt selbst an heißen Tagen für angenehme Temperaturen. Der Besuch ist frei zugänglich und gehört zu einem Spaziergang durch Bucharas Altstadt einfach dazu.
Labi Hovuz – Das entspannte Herz der Altstadt
Labi Hovuz ist einer der wenigen erhaltenen historischen Teiche Bucharas. Im 17. Jahrhundert war die Stadt von Hunderten solcher Wasserbecken geprägt, die sowohl der Versorgung als auch der Kühlung dienten. Rund um diesen Teich entstanden Medressen, Karawansereien und Treffpunkte.
Heute ist Labi Hovuz der wohl entspannteste Ort der Altstadt. Cafés, Restaurants und schattige Bänke machen den Platz zu einem idealen Ort für eine Pause. Vor allem abends entsteht hier eine besondere Atmosphäre, wenn sich Einheimische und Reisende gleichermaßen am Wasser versammeln. Doch vorsicht wenn es windig ist: Dann wird man an den vielen Tischen am Rande des ehemaligen Wasserspeichers auch durchaus nass.
Ko’Kaldosh-Medresse
Die Ko’Kaldosh-Medresse wurde im 16. Jahrhundert unter der Herrschaft der Schaibaniden errichtet und ist eine der größten Madrasen Bucharas. Sie liegt direkt am Labi Hovuz und prägt mit ihrer monumentalen Fassade das Bild des Platzes. Früher lebten und studierten hier zahlreiche Schüler, die sich dem Studium des Korans und islamischer Wissenschaften widmeten.
Architektonisch beeindruckt das Gebäude mit seinem hohen Iwan-Eingang und der klar strukturierten Anlage rund um den Innenhof. Im Laufe der Jahrhunderte diente die Medresse nicht nur als Ausbildungsstätte, sondern zeitweise auch als Karawanserei. Heute beherbergen einige der ehemaligen Schülerzellen kleine Werkstätten und Souvenirläden. Für den Besuch wird ein Eintritt von etwa 40.000 UZS (Stand: Januar 2026) erhoben.
Nasreddin-Statue – Ein Hauch Humor
Mitten am Labi Hovuz sitzt er auf seinem Esel: Nasreddin, die legendäre Figur zahlreicher orientalischer Anekdoten. Er gilt als weiser Narr, der mit Humor gesellschaftliche Missstände aufzeigt. In ganz Zentralasien und darüber hinaus ist er bekannt – mal als Schelm, mal als Philosoph. Viele meinen, man könnte seine Geschichten mit dem hier bekannten Till Eulenspiegel vergleichen.
Die Statue ist eines der beliebtesten Fotomotive in Buchara. Viele Besucher reiben symbolisch am Esel oder an Nasreddins Hand – in der Hoffnung auf Glück. Auch wenn es sich um kein historisches Monument handelt, gehört die Figur heute fest zum Stadtbild.
Gefängnis Zidon
Das Zindon war das berüchtigte Gefängnis von Buchara und lag unweit der Ark. Hier wurden über Jahrhunderte Gefangene unter teils grausamen Bedingungen festgehalten. Besonders bekannt ist das sogenannte „Käferloch“, eine Grube, in der Häftlinge unter unmenschlichen Umständen eingesperrt wurden.
Auch britische Offiziere wurden hier im 19. Jahrhundert inhaftiert und später hingerichtet – ein Ereignis, das im Zusammenhang mit dem „Great Game“ zwischen Russland und Großbritannien steht. Heute gibt das kleine Museum einen beklemmenden Einblick in die Strafpraxis vergangener Zeiten. Der Eintritt beträgt etwa 25.000 UZS (Stand: Januar 2026).
Chor Minor – Das Märchenschloss von Buchara
Chor Minor bedeutet „Vier Minarette“ – und genau diese vier türkisfarbenen Türme machen das Bauwerk so besonders. Es wurde 1807 von einem wohlhabenden Kaufmann errichtet und gehörte ursprünglich zu einer Medresse. Es liegt etwas außerhalb der eigentlichen Altstadt. Man wandelt erst durch viele enge Gassen, bis sich dieses hübsche Bauwerk vor einem sichtbar macht.
Anders als viele andere Bauwerke in Buchara ist Chor Minor kleiner und beinahe verspielt. Jeder Turm besitzt eine leicht unterschiedliche Gestaltung, was zu Spekulationen über symbolische Bedeutungen führte. Heute ist es eines der fotogensten Motive der Stadt. Für den Innenbesuch werden etwa 30.000 UZS (Stand: Januar 2026) verlangt.
Samaniden-Mausoleum – Meisterwerk aus Ziegel
Das Samaniden-Mausoleum gilt als eines der ältesten erhaltenen Bauwerke Zentralasiens und stammt aus dem 9. oder 10. Jahrhundert. Es wurde für die Herrscher der Samaniden-Dynastie errichtet und überstand sogar die mongolischen Invasionen – vermutlich, weil es damals teilweise von Sand bedeckt war. Es liegt in einem öffentlichen Park, an dem auch jeden Abend eine große Kirmes stattfindet. Vielleicht kannst du so deinen Besuch noch mit etwas anderem verbinden, da es etwas abseits der restlichen Sehenswürdigkeiten liegt.
Besonders beeindruckend ist die raffinierte Ziegelarchitektur. Ohne farbige Fliesen oder Mosaike entsteht allein durch unterschiedliche Anordnung der Backsteine ein komplexes Muster. Das Bauwerk gilt als Meilenstein islamischer Architektur. Der Eintritt in den Parkbereich ist kostenfrei.
Chashmai-Ayyub-Mausoleum – Legende um eine heilige Quelle
Der Legende nach schlug der Prophet Hiob (Ayyub) hier mit seinem Stab auf den Boden, woraufhin eine Quelle entstand. Diese galt als heilkräftig und machte den Ort zu einer wichtigen Pilgerstätte. Das heutige Mausoleum stammt größtenteils aus dem 14. Jahrhundert.
Architektonisch fällt vor allem die ungewöhnliche, längliche Kuppel auf, die sich von anderen Bauwerken Bucharas unterscheidet. Im Inneren befindet sich ein kleines Museum zur Wasserversorgung der Region. Für den Besuch werden etwa 30.000 UZS (Stand: Januar 2026) erhoben.
Aussichtsturm Buchara
Wer Buchara einmal von oben sehen möchte, sollte dem Aussichtsturm unweit der Altstadt einen Besuch abstatten. Der frühere Wasserturm Shukova (benannt nach seinem Architekten) steht etwas außerhalb des historischen Zentrums, aber direkt neben der Festung, und bildet einen spannenden Kontrast zu den jahrhundertealten Bauwerken der Stadt. Eindeutig stammt er nicht aus den Seidenstraßen, sondern hat während der Sowjetzeit seinen Ursprung – eine ganz eigene Buchara-Sehenswürdigkeit. Während man unten durch enge Gassen zwischen Medressen und Moscheen schlendert, eröffnet sich von hier oben ein weiter Blick über Kuppeln, Minarette und die flache Landschaft rund um Buchara.
Gerade zum Sonnenuntergang lohnt sich der Aufstieg. Das warme Licht legt sich über die Lehmziegelbauten der Altstadt und sorgt für eine ganz besondere Stimmung. Der Eintritt für die Aussichtsplattform liegt bei etwa 50.000 UZS (Stand: Januar 2026). Im unteren Bereich befindet sich ein Restaurant.
Synagoge von Buchara – Zeugnis jüdischer Geschichte
Die Synagoge von Buchara erinnert an die jahrhundertealte Geschichte der bucharischen Juden in Zentralasien. Die jüdische Gemeinde soll bereits seit über 2.000 Jahren in der Region ansässig sein und spielte vor allem entlang der Seidenstraße eine wichtige Rolle im Handel. Trotz wechselnder Herrschaften konnte sich die Gemeinschaft über lange Zeit behaupten.
Die heutige Synagoge liegt im ehemaligen jüdischen Viertel der Altstadt. Von außen eher unscheinbar, überrascht sie im Inneren mit kunstvollen Holzarbeiten, Teppichen und traditionellen Elementen. Besonders interessant ist die Mischung aus lokalen architektonischen Einflüssen und jüdischer Tradition.
Da es sich um ein aktives Gotteshaus handelt, ist ein Besuch nur eingeschränkt möglich und meist nach vorheriger Absprache oder gegen eine kleine Spende gestattet. Ein fester Eintrittspreis wird in der Regel nicht erhoben (Stand: Januar 2026).
Hausmuseum von Fayzulla Chodschajew
Das Hausmuseum von Fayzulla Chodschajew gibt einen spannenden Einblick in das Leben einer wohlhabenden Kaufmannsfamilie im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. Chodschajew war ein bedeutender Politiker und Reformist, der nach dem Sturz des Emirats eine wichtige Rolle in der frühen usbekischen Sowjetrepublik spielte, später jedoch während der stalinistischen Säuberungen hingerichtet wurde.
Das Gebäude selbst ist ein architektonisches Highlight. Mehrere Innenhöfe, reich verzierte Holzdecken, bemalte Räume und traditionelle Wohnbereiche zeigen eindrucksvoll, wie die Elite Bucharas lebte. Besonders schön sind die Sommer- und Winterräume, die unterschiedlich gestaltet wurden, um sich an das Klima anzupassen. Für die Besichtigung wird ein Eintritt von etwa 40.000 UZS erhoben (Stand: Januar 2026).
Wer neben den großen Monumenten auch ein Gefühl für das Alltagsleben und die gesellschaftlichen Umbrüche der Stadt bekommen möchte, sollte das Hausmuseum unbedingt einplanen. Es ist übrigens auch äußerst fotogen, weswegen hier häufig Brautpaare anzutreffen sind, die sich von professionellen Fotografen ablichten lassen.
Sommerpalast Sitorai Mohi Xosa – Der Luxus der letzten Emire
Etwas außerhalb von Buchara liegt der Sommerpalast Sitorai Mohi Xosa, die Residenz der letzten Emire im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. Der Name bedeutet „Palast wie Sterne und Mond“. Hier zeigt sich deutlich der Einfluss russischer Architektur, kombiniert mit traditionellen orientalischen Elementen.
Besonders beeindruckend ist der sogenannte Weiße Saal mit seinen filigranen Stuckarbeiten und Spiegelverzierungen. Der Palast verdeutlicht den luxuriösen Lebensstil der Emire kurz vor dem Ende ihrer Herrschaft 1920. Für den Besuch des Palastgeländes wird ein Eintritt von etwa 60.000 UZS (Stand: Januar 2026) erhoben.
Weitere Reisetipps für Buchara
Buchara ist etwas für dich, wenn du eine wirklich große und authentische Altstadt in Usbekistan erleben willst. Die Anzahl der Sehenswürdigkeiten ist beeindruckend und man will eigentlich die ganze Zeit Fotos machen. Hier kommen jetzt noch ein paar weitere Tipps für einen perfekten Aufenthalt.
Anreise nach Buchara
Von Istanbul gibt es Direktflüge nach Buchara. Von Deutschland wirst du aber zumindest in Taschkent umsteigen müssen. Die Anfahrt von der usbekischen Hauptstadt ist mit 9 Stunden ziemlich lang, weshalb die meisten Reisenden den Schnellzug nehmen und häufig Samarkand als längere Zwischenstation wählen.
Unterkünfte in Buchara
In Buchara gibt es jede Menge Hotels für verschiedene Ansprüche. Besonders viel wird hier aber auf Unterkünfte von Familienbetrieben gesetzt. Man kann das wie kleine Pensionen verstehen, wo die ansässigen Familien Zimmer für Gäste bereitstellen. Diese Unterkünfte sind meistens etwas preiswerter als große Hotels und – wie zu vermuten – familärer.
Buchara auf eigene Faust entdecken

Buchara kannst du perfekt auf eigene Faust erkunden. Sobald du einmal die Altstadt betrittst, wirst du eigentlich ohne große Orientierung von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit kommen. Hilfreiche Wegweiser für Touristen wurden in den letzten Jahren aufgestellt, damit man auch ja nichts verpasst.
Wie lange sollte ich in Buchara bleiben?
Für deinen Aufenthalt in Buchara solltest du mindestens 2 ganze Tage einplanen. Nur so kannst du alle Tipps aus diesem Guide in Ruhe ansehen, aber auch das gemütlich Treiben auf den Plätzen genießen. Nicht zu vergessen die gute Küche, die Buchara ohne Zweifel bietet.
Weitere Sehenswürdigkeiten in der Umgebung
Ca. 60 Autominuten von Buchara entfernt befindet sich die Malik Sordoba Karawanserei, die einen weiteren wichtigen Punkt der historischen Seidenstraße aufzeigt. Etwas weiter, aber für usbekische Verhältnisse doch irgendwie in der Nähe, liegt der Nationalpark Samysh in dem es prähistorische Felsmalereien zu sehen gibt.

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