Kotor: Malerische Altstadt am südlichsten Fjords Europas

Kotor in Montenegro
Wenn es nur einen Ort gibt, den man auf einer Reise durch Montegro gesehen haben muß, ist es zweifelsohne Kotor und deren Altstadt.

Die Altstadt von Kotor gehört unwidersprochen zu den schönsten Reisezielen in Montenegro. Die Bucht von Kotor ist eingebettet in ein Panaroma von hohen Bergen. Oft spricht man auch vom „südlichsten Fjord Europas“, obwohl er streng genommen keiner ist.

Bucht von Kotor: Ein Fjord?

Das malerische Städtchen Kotor liegt umgeben von hohen Bergen traumhaft an der Adriaküste Montenegros. Wenn du nur einen Ort in Montenegro gesehen haben musst, wird man dir mit Sicherheit Kotor empfehlen. Die atemberaubende Landschaft hier, lässt einen denken, man wäre in Norwegen gelandet. Daher liest man auch oft vom südlichsten Fjord Europas, wenn Kotor in den Fokus rückt.

Bucht von Kotor
Blick auf die Bucht von Kotor: Wer denkt hierbei handelt es sich um einen Fjord wie in Norwegen, der irrt!

Auch wenn es für den Laien wahrscheinlich wirklich sehr ähnlich aussieht, handelt es sich bei dieser Sehenswürdigkeit in Montenegro jedoch nicht um ein Fjord. Da die Bucht durch eine Überflutung von Seen mit Meerwasser entstanden ist, kein Fjord per Definition. Noch heute speißen die größtenteils unter dem Meeresspiegel liegende Seen das Meerwasser mit Süßwasser.

Das ist aber nur eine geomorphologische Tatsache und tut dem malerischen Panorama keinen Abbruch. Den besten Ausblick auf die Bucht von Kotor hast du übrigens, wenn du ein schwerige, mehrstündige Wanderung in Kauf nimmst oder mit dem eigenen Mietwagen bequem die Serpetinenstraße oberhalb der Ortschaft hinauffährst.

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Altstadt von Kotor: UNESCO Weltkulturerbe seit 1979

Besonders beliebt bei Touristen, da besonders sehenswert, ist die Altstadt von Kotor. Seit 1979 gehört sie zum UNESCO-Weltkulturerbe. Seit 2016 ist sie in der Hinsicht sogar mehrfach ausgezeichnet worden. Das venezianische Verteidigungssystem, in Form einer massiven Stadtmauer die einst Kotor vor Feinden schützten (ähnlich auch in Budva), wurde ebenfalls der Liste der Vereinten Nationen hinzugefügt.

Stadtmauer Kotor Altstadt
Wer in die Altstadt will, muss zunächst die Stadtmauer überwinden. Zum Glück gestaltet sich dies nicht mehr so schwierig wie noch zu längst vergangenen Zeiten.

Durch insgesamt 3 große Tore in der Stadtmauer, gelangt man in den historischen Kern von Kotor. Entlang der kleinen Gassen mit Pflastersteinen stehen eng verbunden unzählige strahlend weiße Steinhäuser, die sich mit ihren terrakottafarbenen Dächern eng an die Felswände der angrenzenden Karstberge klammern.

Ebenso findet man in der Altstadt mehrere kleine Plätze mit Cafés, Restaurants und historischen Stadtgebäuden. Beim Trg Oktobaske (oder auch „Waffenplatz“ genannt), handelt es sich um den Hauptplatz von Kotor. Er liegt unmittelbar hinter den Stadtmauern. Ein dreistöckiger Uhrturm aus dem Jahr 1602, erbaut im Stil der Renaissance, steht heute nicht mehr ganz gerade. Schuld daran ist das große Erdbeben von 1979, das ganz Montenegro erschütterte.

Uhr auf dem Hauptplatz in Kotor
Dieser mehrstöckige Turm aus dem 17. Jahrhundert zeigt immer noch zuverlässig die Zeit an. Im Hintergrund sieht man die Felsen des Karstgebirges.

Es scheint ein wenig als wäre die Zeit stehengeblieben. Für mich gehört Kotor zu den wenigen Städten, die sich ihr absolutes Adria-Gefühl bis heute vollständig erhalten konnten.

Vor den Toren der Altstadt dann ein anderes Bild: Hier säumen Palmen, Olivenbäume und Zypressen die breite Promenade. Einfache Fischerboote wechseln sich inzwischen immer mehr mit (dekadenten) Luxusyachten im Hafen ab. Auch der Kreuzfahrttourismus hat dieses Ziel für Adriarundreisen entdeckt und große Kreuzfahrtschiffe gehen hier regelmäßig vor Anker.

Ganz Kotor im Blick: Rauf die Festung Sveti Ivan Fortress

Mitten in der Altstadt, genauer unweit der Kirche der heiligen Maria, beginnt eine Treppe, die es in sich hat. Nach über 1.350 Stufen, die im Zickzack den Berg hochführen, erreicht man die Festung Sveti Ivan.

Marienkirche Kotor
Die Treppen hoch zur St. Johannes Festung beginnen unweit der Marienkirche.

Die Stufen sind historisch und daher ist es auch nicht überraschend, dass ihre Höhen und Tiefen nie einheitlich sind. Den ohnehin mühsamen Aufstieg erleichtert das mit Sicherheit nicht. Aber schon nach der Hälfte des Weges, dreht man sich um und weiß wofür man diese Strapazen auf sich nimmt. Ganz Kotor liegt einem zu Füßen. Dahinter folgt nahtlos die Sicht auf die imposanten Berge und das tiefblaue Wasser der Adria.

Auf etwa halben Wege kann man auch kurz in die kleine Kapelle Gospe od zdravlja einkehren. Zum Beispiel um etwas Kraft zu tanken oder dafür zu beten, auch den restlichen Weg noch zu schaffen.

Ganz oben angekommen, sind eigentlich alle nur noch am Schwitzen. Aber die unglaubliche Ausssicht auf die Bucht von Kotor entschädigen schnell. Einfach traumhaft!

Festung Kotor Treppen
Erst ein kleines Stück geschafft: Trotzdem hat sich der Aufstieg bereits gelohnt und mit dieser Aussicht sammelt man neue Kraft.

Tipp: Bloß nicht zur Mittagszeit den Berg hochlaufen. Nutze dafür am besten die frühen Morgenstunden, wenn die Sonne noch nicht prall scheint. Außerdem vermeidest du so auch Touristenmassen und hast die top Aussicht (fast) ganz für dich alleine.

Was darf man sonst nicht in der Bucht von Kotor verpassen?

Wie wäre es mit einer Bootsfahrt?

Am Hafen von Kotor laufen in der Hochsaison täglich mehrmals Ausflugsschiffe in die Adria aus. Ein Fahrt dauert zwischen 1 und 3 Stunden und bietet einen ganz neuen, nicht weniger beeindruckenden Blick auf die Bucht.

Bist du Katzenfan?

Die Anzahl der Katzen in Kotors Altstadt ist beinahe schon eine eigene kleinen Sensation, ob Stubentiger, Streuner oder Freigänger. So ganz genau weiß das hier eigentlich niemand mehr. Die Bewohner Kotors kümmern sich auf jeden Fall redlich um die kleinen „Schmusetiger“. Und auch Touristen sind an den „Cats of Kotor“ stets erfreut.

Hier erfährst du mehr über die „Cats of Kotor“.

Lust auf einen Abstecher nach Herceg Novi?

Das kleine Dorf Herceg Novi liegt direkt am Anfang der Bucht von Kotor. Farbenfrohe Blumen sind das Aushängeschild des Ortes. Das Städtchen teilt sich in eine von Festungsmauern umgebene Altstadt mit kleinen Steinhäusern und einer Neustadt mit imposanten Villen.

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