Monkey World: Ein neues Zuhause für gerettete Affen

Gibbon in der Monkey World
Dieser Gibbon ist nur einer der zahlreichen Affen in der Monkey World. Insgesamt leben hier 20 Arten.

Auch wenn man es nicht vermuten würde: Im Süden Englands leben mehr als 250 Affen. Und das hat einen sehr guten Grund: Hier befindet sich eine der größten Affenrettungsstationen der Welt. Die Monkey World ist für jeden Affenfreund einen Besuch wert!


Die Monkey World ist eine Affen-Auffangstation in der Grafschaft Dorset und unweit des Ortes Wool in England. Hier werden aus Gefangenschaft und schlechten Umständen befreite Affen wieder aufgepeppelt und betreut. Die Affenstation ist auch für Besucher geöffnet.

Die Monkey World entstand 1987

Bereits im Jahr 1987 gründete Jim Cronin zusammen mit Jeremy Keeling einen Ort, an dem man sich um misshandelte Schimpansen kümmern wollte. Die Tiere stammten vorallem aus Spanien, wo sie von Fotografen mit Brutalität trainiert wurden, damit Urlauber an den Stränden Fotos mit ihnen machen konnten.

Cronin hatte bereits in der Vergangenheit als Tierpfleger gearbeitet. Seine Karriere begann der gebürtige New Yorker im renommierten Bronx Zoo.

Logo Monkey World
Die Monkey World entstand bereits 1987 und wurde seit dem stetig ausgebaut und erweitert.

Im Laufe der Jahre kamen weitere Affenarten hinzu. Heute leben hier 20 verschiedene Arten und insgesamt mehr als 250 Tiere.

Diie Organisation von Monkey World arbeitet sogar eng mit vielen ausländischen Regierungen zusammen, um die menschenähnlichen Tiere retten zu können. 2008 bezeichnete die Zeitung „The Guardian“ das Projekt als „die größte Rettungsmission ihrer Art“ als sie 88 Kapuzineräffchen aus einem Versuchlabor in Santiago de Chile rettete und bei sich aufnahm.

In der Monkey World beginnt für viele Affen ein neues Leben

Weitere Tiere entkamen seitdem ihrem schlechten Leben in Zirkussen oder ihrer schlimmen Behandlung in Zoos. In der Monkey World kümmert sich ein großes Team aus Veterinären und Affenexperten um die Primaten und ihre Genessung.

Käfig von Versuchsaffen
Viele der dort geretteten Primaten haben ein schlimmes Leben hinter sich. Beispielsweise finden hier Affen, die aus Versuchlaboren stammen, ein neues Zuhause.

Im Jahr 2007 verstarb Jim Cronin mit nur 55 Jahren an Krebs. Seitdem führt seine Witwe Alison Cronin und das starke Team der Monkey World das Center erfolgreich weiter.

Die „Affen-Rettungsstation“ ist bei Besuchern sehr beliebt. Zum einen kann man hier die Tiere in ausreichend großen Gehegen sehen, ohne Angst um ihr Wohl haben zu müssen. Regelmäßig finden außerdem sogenannte „Monkey Talks“ statt. Hierbei erläutern die Tierpfleger Besonderheiten und Erwähnenswertes der jeweiligen Affenspezie und gehen auch ausführlich auch Rückfragen der Gäste ein.

Monkey Talk in der Monkey World
Neben Infotafeln an den Gehegen gibt es auch regelmäßig sogenannte „Monkey Talks“. Dabei erzählen die fachkundigen Pfleger mehr über eine Affenart und ihre Geschichte.

Seit 2007 wird die Monkey World auch bei Besuchern außerhalb Englands immer bekannter. Der TV-Doku-Sender „National Geographic Channel“ begann 2007 eine TV-Serie über die Auffangstation zu starten.

Unter dem Titel „Monkey Life“ wird mit viel Humor aus dem täglichen Leben der Affen und Mitarbeiter berichtet. Mittlerweile gibt es bereits 4 Staffeln der Serie, welche sich in ganz Großbritannien (und auch als Exportprodukt) hohe Einschaltquoten sichern kann.

„Monkey Life“ verhalf manchem Affen zur Berühmtheit

Viele der Affen, die schon lange hier leben, sind richtige Berühmtheiten und Publikumslieblinge geworden. Ebenso gilt das für die langjährig tätigen Mitarbeitern und Unterstützer der Einrichtung.

Schild in der Monkey World
Zur Berühmtheit schaffte es die Monkey World mit der Doku-Serie „Monkey Life“. Diese wird vom National Geographic Channel seit 2007 produziert.

Die Monkey World ist für Reisende in Großbritannien ein guter Tipp!

Zwar sind die Affen hier nicht wirklich heimisch, aber es wurden Begebenheiten geschaffen, die jedem wahren Tierfreund zusprechen werden.

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