Die Stadt Denver ist noch ein Geheimtipp für die USA-Rundreise. Dabei sollte jeder, der mal die Rocky Mountains erleben will, hier gewesen sein. Zwar sieht man sie nur aus der Ferne, dafür kann man sich aber gut in die Zeit des Goldrausch zurückversetzen. Das „neue Gold“ ist dagegen rein pflanzlich: Cannabis.
Denver gilt noch immer als Geheimtipp für eine USA-Rundreise. Dabei ist die Hauptstadt des Bundesstaates Colorado der ideale Ausgangspunkt, um die Rocky Mountains zu erleben und gleichzeitig tief in die Geschichte des amerikanischen Westens einzutauchen. Auch wenn die Berge nur aus der Ferne zu sehen sind, prägen sie die Stadt in jeder Hinsicht.
Mit rund 600.000 Einwohnern wirkt Denver im Vergleich zu anderen US-Metropolen fast überschaubar. Die Stadt verbindet urbane Lebensqualität mit unmittelbarer Nähe zur Natur – ein Mix, der Denver zu einem der lebenswertesten Orte der USA macht. In diesem Artikel zeige ich dir die Geschichte der Stadt, die besten Sehenswürdigkeiten und weitere Reisetipps.
Die Geschichte von Denver – vom Goldrausch zur modernen Metropole
Die Geschichte Denvers beginnt Mitte des 19. Jahrhunderts während des großen Goldrauschs im Westen der USA. Bereits 1858 wurde am South Platte River Gold gefunden, was zahlreiche Glücksritter und Siedler in die Region lockte. 1861 schlossen sich die Goldschürfer zu einer kleinen Siedlung zusammen – Denver City war geboren.
Innerhalb weniger Jahrzehnte wuchs die Stadt rasant. Weitere Funde von Gold und Silber machten Denver zu einem wichtigen Handels- und Versorgungszentrum am Rande der Rocky Mountains. Doch zu Beginn des 20. Jahrhunderts gingen die Bodenschätze zur Neige, und die wirtschaftliche Bedeutung der Stadt nahm zunächst ab.
Erst spät im 20. und frühen 21. Jahrhundert fand Denver zu neuem Aufschwung. Neben Energie- und Technologieunternehmen sorgte vor allem eine liberale Gesetzgebung für internationale Aufmerksamkeit: Seit 2014 ist Cannabis in Colorado legal. Denver entwickelte sich dadurch zu einem wirtschaftlichen und kulturellen Hotspot – ohne dabei seinen entspannten Charakter zu verlieren.
Die besten Sehenswürdigkeiten in Denver
In diesem Artikel findest du die besten Sehenswürdigkeiten in Denver, damit du mit deiner Reiseplanung beginnen kannst.
Colorado State Capitol
Im Herzen der Stadt liegt das Colorado State Capitol, Sitz des Gouverneurs und des Parlaments des Bundesstaates. Das markante Gebäude mit seiner goldenen Kuppel ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Denvers.
Das Kapitol steht leicht erhöht und bietet vom Turm aus einen beeindruckenden Blick auf die Stadt und bei klarer Sicht bis zu den Rocky Mountains. Im Inneren erzählen Glasmalereien, Statuen und Porträts die Geschichte Colorados und seiner politischen Entwicklung.
Genau eine Meile über dem Meeresspiegel stehen
Eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten Denvers befindet sich direkt an den Stufen des Colorado State Capitol. Eine einzelne Stufe ist mit einer Markierung versehen, die zeigt: Genau hier steht man exakt eine Meile – also rund 1.600 Meter – über dem Meeresspiegel.
Diese Besonderheit brachte Denver den Beinamen „Mile High City“ ein und ist ein beliebtes Fotomotiv für Besucher aus aller Welt.
Downtown Denver & Stadtleben
Downtown Denver wirkt deutlich ruhiger als viele andere US-Innenstädte. Fußgängerzonen, Cafés, Restaurants und kleine Parks prägen das Bild. Hier lässt sich das alltägliche Leben der Stadt gut beobachten – entspannt, naturverbunden und überraschend gelassen.
Die Nähe zu den Bergen ist allgegenwärtig: Selbst im Stadtzentrum bleibt der Blick auf die Rocky Mountains stets präsent.
Von der Goldgräberstadt zum Cannabis-Zentrum
Mit der Legalisierung von Cannabis im Jahr 2014 begann für Denver ein neues Kapitel. Zahlreiche Dispensaries, Start-ups und Investoren kamen in die Stadt. Der wirtschaftliche Effekt war enorm, der gesellschaftliche Wandel jedoch vergleichsweise ruhig.
Der Konsum in der Öffentlichkeit bleibt verboten, wodurch sich kreative Konzepte entwickelten – etwa spezielle Touren oder private Lounges. Sogar sogenannte Cannabis-Partybusse gehören mittlerweile zum Stadtbild. Trotz dieser Entwicklung hat Denver seinen entspannten und familienfreundlichen Charakter bewahrt.
Denver als Ausgangspunkt für die Rocky Mountains
Denver liegt zwar nicht mitten in den Rocky Mountains, ist aber das Tor zu ihnen. Innerhalb kurzer Zeit erreicht man Wandergebiete, Nationalparks und Skigebiete. Die Stadt ist daher besonders beliebt bei Outdoor-Fans, Wanderern und Wintersportlern.
Viele Reisebüros bieten geführte Touren, Kartenmaterial und Tagesausflüge in die umliegenden Bergregionen an.
Weitere Reisetipps für Denver
Wie du siehst, solltest du Denver auf einer USA-Reise mit einplanen. Hier kommen nach ein paar weitere Reisetipps für die Stadt neben den Rocky Mountains.
Beste Reisezeit für Denver
Die beste Reisezeit ist von Mai bis Oktober. Der Sommer ist sonnig und trocken, ideal für Outdoor-Aktivitäten. Auch der Herbst ist beliebt, wenn die Wälder der Rocky Mountains in warmen Farben leuchten. Der Winter eignet sich besonders für Skifahrer, kann in der Stadt aber kalt werden.
Anreise & Fortbewegung
Denver verfügt über einen großen internationalen Flughafen und ist gut an das nationale Flugnetz angebunden. Innerhalb der Stadt kommt man mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zurecht, viele Viertel lassen sich auch bequem zu Fuß erkunden.
Essen & Ausgehen
Denver bietet eine vielfältige Gastronomieszene – von klassischen Diners über Craft-Beer-Bars bis hin zu moderner Küche. Besonders bekannt ist die Stadt für ihre Brauereien, die fest zur lokalen Kultur gehören.
Weitere Sehenswürdigkeiten in der Umgebung von Denver
Rund um Denver warten einige der schönsten Landschaften der USA. Besonders beliebt sind Ausflüge in den Rocky Mountain National Park, der mit alpinen Seen, Panoramastraßen und Wanderwegen begeistert.
Auch Orte wie Boulder, Colorado Springs oder die historische Goldgräberstadt Central City eignen sich hervorragend für Tagesausflüge. Wer mehr Zeit hat, kann von Denver aus eine komplette Colorado-Rundreise starten.

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