Rumänien gehört zu den vielseitigsten Reisezielen in Osteuropa. Das Land begeistert mit mittelalterlichen Städten, imposanten Burgen, wilden Karpatenlandschaften und einer langen Geschichte zwischen Orient und Okzident. Trotz seiner Größe ist Rumänien touristisch noch vergleichsweise ursprünglich.
In diesem Artikel stelle ich dir die schönsten Sehenswürdigkeiten in Rumänien vor – von bekannten Highlights bis zu Orten, die oft noch abseits der typischen Reiserouten liegen. Zu vielen Zielen findest du weiterführende Artikel mit detaillierten Tipps, damit du deine Rumänien-Reise ganz in Ruhe planen kannst.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Google Maps. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenTranssilvanien – Burgen und mittelalterliche Städte
Transsilvanien ist wahrscheinlich die Region, die viele zuerst mit Rumänien verbinden. Für mich macht gerade die Mischung aus mittelalterlichen Städten, alten Kirchenburgen und den Ausläufern der Karpaten den besonderen Reiz aus. Kein Wunder, dass sich hier so viele der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Rumäniens konzentrieren – und natürlich die berühmte Dracula-Legende ihren Ursprung hat.
Offiziell heißt die Region heute übrigens Siebenbürgen. Der Begriff Transilvanien stammt noch aus dem Mittelalter und bedeutet soviel wie „Jenseits des Waldes“. Und wenn es was in Siebenbürgen gibt, sind es weite Wälder in denen auch heute noch viele Bären in freier Wildbahn leben.
Bran (Dracula-Schloss)
Schloss Bran gehört zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Rumäniens – und das nicht ohne Grund. Auch wenn Vlad III. Drăculea historisch kaum einen Bezug zu diesem Ort hatte, ist die Atmosphäre beeindruckend. Besonders der Blick auf das Schloss, das auf einem Felsen thront, macht den Besuch lohnenswert – vor allem früh morgens oder am späten Nachmittag.
👉 Schloss Bran in Rumänien: Das echte Graf Dracula-Schloss?
Brașov
Brașov ist für viele Reisende – und auch für mich – der ideale Ausgangspunkt, um Transsilvanien zu entdecken. Die Altstadt ist kompakt, gut erhalten und lädt zum entspannten Erkunden ein. Besonders die Schwarze Kirche und die Lage direkt am Fuße der Karpaten machen die Stadt zu einer der schönsten Städte Rumäniens. Die Stadt eignet sich zudem ideal als Ausgangspunkt für Ausflüge in die Umgebung.
👉 Brasov: Sehenswürdigkeiten am Tor zu Transsilvanien
Sighișoara
Sighișoara gehört zum UNESCO-Welterbe und ist eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Städte Europas. Sighișoara hat mich besonders durch ihre geschlossene mittelalterliche Altstadt beeindruckt. Die bunten Häuser, der markante Uhrturm und die kopfsteingepflasterten Gassen wirken fast wie aus einer anderen Zeit. Kein Wunder, dass die Altstadt zum UNESCO-Welterbe zählt und zu den kulturellen Highlights Rumäniens gehört.
Auch für „Dracula-Fans“ ist dieser Ort wichtig: Hier soll Vlad Tepes einst geboren war. Der brutale Fürst gilt als eine der Vorlagen für die Romanfigur des Grafen.
👉 Sighisoara: Sehenswürdigkeiten in Draculas Geburtstadt
Bukarest – Hauptstadt mit Kontrasten
Bukarest ist eine Stadt der Gegensätze – und genau das macht sie so spannend. Prunkvolle historische Gebäude stehen hier neben monumentaler sozialistischer Architektur. Besonders der Parlamentspalast hat mich durch seine schiere Größe überrascht – wenngleich seine Geschichte negativ mit der Diktatur in Rumänien verbinden ist. Gleichzeitig zeigt sich Bukarest in der Altstadt von seiner lebendigen Seite, mit Restaurants, Cafés und einem regen Nachtleben.
👉 Bukarest: 8 Dinge, die du in Rumäniens Hauptstadt erleben solltest!
Karpaten – Natur und Outdoor-Erlebnisse
Die Karpaten durchziehen große Teile Rumäniens und bieten spektakuläre Landschaften, dichte Wälder und zahlreiche Wanderwege. Die Transfăgărășan-Straße zählt zu den schönsten Panoramastraßen Europas. Sie führt durch die Berge und bietet beeindruckende Ausblicke. Doch Achtung: Der alpine Bereich der Straße ist nun von Juli bis Ende September geöffnet. Danach ist sie aufgrund von Schneefall nicht mehr befahrbar.
Schwarzes Meer – Küste und Donaudelta
Rumäniens Küste am Schwarzen Meer bietet Badeorte für jeden Geschmack und Budget. Egal ob man auf große Hotels oder Camping steht – hier ist alles möglich. Ein absolutes Highlight: Das Donaudelta gehört zum UNESCO-Welterbe und ist eines der größten Feuchtgebiete Europas. Es ist bekannt für seine Vogelvielfalt und Bootstouren durch verzweigte Wasserarme.
👉 Donaudelta in Rumänien: Pelikane und Wildpferde beobachten
👉 Badeurlaub in Rumänien: Die schönsten Orte am Schwarzen Meer
Weitere sehenswerte Orte in Rumänien
Neben den bekanntesten Highlights gibt es viele weitere Orte, die eine Reise lohnenswert machen:
- Sibiu mit historischer Altstadt
- Cluj-Napoca als lebendige Universitätsstadt
- Maramureș mit traditionellen Holzkirchen
- Salzbergwerk in Turda mit unterirdischem Riesenrad
- Timișoara mit multikulturellem Flair
Reisetipps für Rumänien
Beste Reisezeit
Meiner Erfahrung nach lohnt sich eine Reise nach Rumänien zu fast jeder Jahreszeit – es kommt vor allem darauf an, was du erleben möchtest.
- Frühling (April – Juni): Eine wunderschöne Zeit für Städtereisen und Naturerkundungen. Die Temperaturen sind mild, die Landschaft grün, und die Sehenswürdigkeiten sind noch nicht überlaufen.
- Sommer (Juli – August): Ideal für Badeurlaub am Schwarzen Meer, Wanderungen in den Karpaten oder Rundreisen durch Transsilvanien. Es kann heiß werden, aber in den Bergen bleibt es angenehm.
- Herbst (September – Oktober): Eine der schönsten Zeiten für eine Reise. Die Wälder leuchten in warmen Farben, die Städte sind ruhiger, und regionale Feste sorgen für authentische Einblicke in Land und Kultur.
- Winter (November – März): Kalt und oft verschneit – perfekt für Wintersport und gemütliche Tage in den Bergen. Besonders charmant sind die Weihnachtsmärkte in Brașov oder Sibiu, wo Tradition und Atmosphäre Hand in Hand gehen.
Empfohlene Reisedauer
Für eine Rundreise durch Rumänien empfehle ich mindestens 10 bis 14 Tage. So lassen sich Transsilvanien, Bukarest, die Karpaten und das Donaudelta gut miteinander kombinieren. Ansonsten kann man auch kürzer bleiben und sich nur eine bestimmte Region vornehmen. Einwöchige Touren durch Siebenbürgen sind zum Beispiel sehr beliebt.
Ist Rumänien ein teures Reiseland?
Rumänien zählt zu den günstigeren Reisezielen innerhalb der EU. Unterkünfte, Restaurants und öffentliche Verkehrsmittel sind meist preiswert. Besonders außerhalb der Hochsaison bleibt das Preisniveau moderat.
Für wen lohnt sich eine Rumänien-Reise?
Rumänien hat mich mit seiner Vielfalt, seiner Geschichte und seiner Ursprünglichkeit nachhaltig beeindruckt. Ob historische Städte, spektakuläre Natur oder kulturelle Highlights – das Land bietet deutlich mehr, als viele erwarten. Wenn du ein Reiseziel suchst, das abwechslungsreich, authentisch und noch nicht vom Massentourismus überlaufen ist, gehören die Sehenswürdigkeiten Rumäniens definitiv auf deine Bucket List.
Anreise nach Rumänien
Von Deutschland aus ist Rumänien per Direktflug nach Bukarest, Sibiu, Targu Mures und viele weitere Orte erreichbar. Die Flugzeit beträgt etwa 2 bis 3 Stunden. Alternativ ist die Anreise mit dem Auto oder Zug möglich.


Hinterlasse jetzt einen Kommentar