Peleș: Märchenschloss in der Walachei

Siebenbürgen/Rumänien

Schloss Peleș / Rumänien
Schloss Peleș in Rumänien: Das malerische Gebäude wird häufig als Märchenschloss bezeichnet.

Das Schloss Peleș in Rumänien könnte aus einem Märchen entsprungen. So – oder zumindest so ähnlich – stellt man sich die Art von Schlössern vor, in denen in den Märchenbüchern die Könige und Prinzessinen der Geschichten leben. Nicht umsonst wird Peleș auch häufig als das „Neuschwanstein von Rumänien“ bezeichnet.


Die Stadt Sinaia liegt rund 66 Kilometer von Brasov entfernt und gehört zu den beliebsten Sehenswürdigkeiten in der Region. Hier steht eines der hübschesten Schlösser in ganz Rumänien: Peleș.

Die Geschichte des Schlosses Peleș in der Walachei ist schnell erzählt: Erst 1873 wurde das prachtvolle Gebäude für König Carol I. von Rumänien in der Walachei erbaut. Carol nutzte das Schloss mit 160 Zimmern als Sommerresidenz bis er 1914 verstarb. Danach geriet das Peleș in Vergessenheit und wurde sogar 1947 von dem kommunistischen Regimes des Landes beschlagnahmt.

Peleș glänzt durch seine äußere Erscheinung

Das wunderschöne Schloss liegt mitten in den Karpaten und wird häufig mit Schloss Neuschwanstein in Deutschland verglichen. Es ist zwar deutlich kleiner, aber seine märchenhafte Außengestaltung muss den Vergleich nicht scheuen. Entworfen wurde das Schloss von den Architekten Wilhelm von Doderer und Johann Schultz Lemberg. Während des Baus brachte auch den tschechischer Architekt Karel Liman gotische Einflüsse in das Gebäude, was ansonsten größtenteils an den Baustil der Renaissance angelehnt wurde.

Garten am Schloss Peleș
Mehrere Terrassen und Gärten unterstreichen den anmutigen Glanz von Schloss Peleș.

Ein internationales Großprojekt

Insgesamt sollen über 300 Arbeiter aus aller Welt am Bau von Peleș beteiligt gewesen sein, die sich in ca. 14 Sprachen untereinander verständigten. Herauskam dieses malerische Gebäude mit eine Gesamtfläche von 3.200m², das neben den 160 Zimmer auch ein eigenes Theater, eine „Ehrenhalle“ und einen 10m hohen Turm beherbergt.

Dafür wurden u.a. die besten Zimmerleute aus Deutschland und Ungarn beauftragt. Als Maurer beschäftigte man renommierte Italiener, während die Ziegel von Türken mit Fachkenntnissen gebrannt wurden. Es wurde an keinem Ende gespart, was man Schloss Peleș auch noch heute ansehen kann.

Außenansicht des Schloß Peles
Das Schloss Peleș in Rumänien an einem sonnigen Tag.

Schloss Peles bietet viel Platz und eine vergleichbar moderne Ausstattung

Heute ist das Schloss bei Besuchern beliebt wie noch nie. Zu malerisch sind die Fachwerkmauern und Erker des Schlosses angelegt. Um die prachtvolle Innenausstattung des Gebäudes inklusiver der zahllosen Teppiche zu schützen, darf man das Schloss nur mit Pantoffeln erkunden. Auch der Außenberech von Peleș ist sehenswert: Es gibt 7 gepflegte Terrrassen und Gärten.

Bemerkenswert ist die aktuelle Ausstattung des Gebäudes. Es gibt 2 Aufzüge, eine zentrale Staubsaugeranlage und fließendes Wasser. Letzteres sogar schon seit Beginn des 17. Jahrhunderts.

Empfohlener Siebenbürgen-Reiseführer

Werbung

1 Kommentar

  1. Seit zwei Jahren liegt unsere Rumänien Reise auf Eis wegen der bekannten Pandemie. Auf Google Maps haben wir uns schon viele Pins von Sehenswürdigkeiten gesetzt, in der auch das Schloss vorkommt. Besonders reizt uns bei der Rumänien Reise, dass man frei stehen darf und eine tolle Gastfreundschaft erhält.

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*