Halloween-Reiseziele: 7 Orte für einen schaurig schönen Trip

Halloween Reiseziele 2026: 7 gruselige Orte & Events

Reiseziele für Halloween
Wenn der Kürbis leuchtet, ist es Zeit, neue Reiseziele für Halloween zu entdecken.

Halloween muss nicht zu Hause zwischen Kürbis, Süßigkeiten und Horrorfilm stattfinden. Einige Orte werden Ende Oktober zu echten Halloween-Reisezielen – mit großen Paraden, alten Burgen, düsteren Geschichten und jeder Menge Gänsehaut. Von Draculas Transsilvanien über Europas größtes Halloween-Festival bis zur riesigen Parade in New York: Diese sieben Reiseziele lohnen sich rund um den 31. Oktober ganz besonders.


Ich mag Orte mit Legenden, alten Gemäuern und ungewöhnlichen Geschichten ohnehin. Einige der Reiseziele in dieser Übersicht habe ich selbst besucht – darunter Transsilvanien, Kutná Hora, Budapest, Island und New York. Dabei braucht es für mich gar nicht überall künstliche Spinnweben oder eine Geisterbahn, damit Ende Oktober die passende Stimmung aufkommt.

Andere Orte gehören dagegen gerade deshalb auf die Liste, weil Halloween dort tatsächlich groß gefeiert wird. Derry verwandelt seine historische Innenstadt in ein riesiges Festival, Dublin erinnert an den Dracula-Autor Bram Stoker und in New York ziehen am 31. Oktober tausende verkleidete Menschen durch Manhattan.

🎃 Halloween 2026: Besonders interessant sind das Bram Stoker Festival in Dublin vom 23. bis 26. Oktober, Halloween auf Schloss Bran vom 24. Oktober bis 1. November und Derry Halloween vom 28. Oktober bis 1. November. Die berühmte Village Halloween Parade in New York startet am 31. Oktober 2026 um 19 Uhr.

1. Transsilvanien – Halloween im Land von Dracula

Schloss Bran in Transsilvanien in Rumänien
Das Schloss Bran in Siebenbürgen wird Touristen als Dracula-Schloss präsentiert. Der historische Vlad III. Drăculea war aber vermutlich niemals hier.

Wenn ich an Reiseziele für Halloween denke, landet Transsilvanien ziemlich automatisch ganz oben auf der Liste. Mittelalterliche Städte, dichte Wälder, die Karpaten und natürlich der Mythos um Graf Dracula liefern eine Kulisse, bei der eigentlich gar nicht mehr viel nachgeholfen werden muss.

Das Zentrum des Vampirtourismus ist Schloss Bran. Die Burg wird seit Jahrzehnten als „Dracula-Schloss“ vermarktet. Historisch ist diese Verbindung allerdings ziemlich dünn: Vlad III. Drăculea, der häufig als Vorlage für Bram Stokers Dracula genannt wird, war vermutlich niemals hier.

Das macht die Burg aber nicht weniger sehenswert. Sie thront auf einem Felsen, besitzt verwinkelte Gänge, enge Treppen, Türme und kleine Innenhöfe. Bei meinem Besuch konnte ich durchaus verstehen, warum ausgerechnet dieses Schloss irgendwann zur Heimat Draculas erklärt wurde.

Rund um Halloween wird der Mythos noch stärker ausgespielt. Vom 24. Oktober bis zum 1. November 2026 gibt es in Schloss Bran ein besonderes Halloween-Programm. Zwischen dem 24. und 30. Oktober gehören unter anderem Spezialeffekte, Schauspieler und abgedunkelte Räume zum Rundgang. Am 31. Oktober wird das Programm noch einmal deutlich erweitert und in der Nacht sogar im Schloss gefeiert.

Für eine Halloween-Reise würde ich aber keinesfalls nur Bran besuchen. Rund 30 Kilometer entfernt liegt Brașov, das sich hervorragend als Ausgangspunkt für die Region eignet. Mit mittelalterlicher Stadtmauer, Schwarzer Kirche und den bewaldeten Bergen direkt hinter der Altstadt passt auch die Stadt selbst ziemlich gut zu einem herbstlichen Trip.

Noch besser zur Dracula-Geschichte passt Sighișoara. In der mittelalterlichen Stadt wurde Vlad III. Drăculea vermutlich geboren. Sein angebliches Geburtshaus steht noch heute direkt in der Altstadt. Dazu kommen enge Gassen, Wehrtürme und der alte Friedhof oberhalb der Stadt. An einem grauen Herbsttag könnte die Atmosphäre kaum passender sein.

Wer ein paar Tage Zeit mitbringt, kann daraus wunderbar eine kleine Rundreise durch Rumänien machen. Für mich ist Transsilvanien deshalb das kompletteste Halloween-Reiseziel in dieser Übersicht.

👉 Schloss Bran: Wie viel Dracula steckt wirklich in der Burg? Die aktuellen Halloween-Tickets gibt es auf der offiziellen Webseite von Schloss Bran.

2. Derry – Europas große Halloween-Stadt

Während Transsilvanien vor allem von seinem Dracula-Mythos lebt, muss man in Derry nicht lange nach einem Grund für eine Halloween-Reise suchen. Die nordirische Stadt feiert Ende Oktober eines der größten Halloween-Festivals Europas.

2026 findet Derry Halloween vom 28. Oktober bis zum 1. November statt und feiert gleichzeitig sein 40-jähriges Bestehen. Große Teile der historischen Innenstadt werden in das Festival einbezogen. Besonders die vollständig erhaltene Stadtmauer bietet dafür eine außergewöhnliche Kulisse.

Beim „Awakening the Walled City“ treffen Lichtinstallationen, Darsteller, Geschichte und irische Folklore aufeinander. Am eigentlichen Halloween-Abend folgt dann der Höhepunkt: Am 31. Oktober startet um 19 Uhr die große Parade durch Derry, anschließend gibt es ein Feuerwerk.

Mir gefällt an Derry besonders, dass Halloween hier nicht nur aus Horror und Gruselkabinetten besteht. Das Ganze ist eher ein riesiges Straßenfest, an dem sich die komplette Stadt beteiligt. Dadurch funktioniert das Reiseziel auch mit Kindern ziemlich gut.

Derry selbst ist unabhängig von Halloween interessant. Die historische Stadtmauer kann fast vollständig zu Fuß umrundet werden. Gleichzeitig ist die jüngere Geschichte Nordirlands hier bis heute besonders sichtbar.

Und wenn du schon einmal in der Region bist, würde ich noch ein paar Tage für Nordirland einplanen. Die berühmten Dark Hedges passen mit ihren knorrigen alten Buchen ohnehin perfekt zur Jahreszeit. An der Nordküste warten außerdem die Ruine von Dunluce Castle und der Giant’s Causeway.

👉 Das aktuelle Programm mit allen Veranstaltungen findest du auf der offiziellen Seite von Derry Halloween.

3. Dublin – Halloween auf den Spuren von Dracula

Bleiben wir noch etwas auf der irischen Insel. Halloween wird häufig mit dem keltischen Samhain-Fest in Verbindung gebracht, mit dem einst der Übergang in die dunkle Jahreszeit gefeiert wurde. Für einen Halloween-Städtetrip ist Dublin aber noch aus einem anderen Grund interessant.

Hier wurde 1847 Bram Stoker geboren. Sein Roman „Dracula“ machte 1897 den geheimnisvollen Grafen aus Transsilvanien zum wohl berühmtesten Vampir der Literaturgeschichte. Genau diesem Schriftsteller und seiner düsteren Welt widmet Dublin jedes Jahr ein eigenes Festival.

Das Bram Stoker Festival findet 2026 vom 23. bis zum 26. Oktober statt. Dabei geht es längst nicht nur um Dracula. Theater, Performances, Lesungen, Installationen und andere Veranstaltungen beschäftigen sich mit Gothic, dem Übernatürlichen und der dunkleren Seite der Stadt.

Das Programm verteilt sich auf ganz unterschiedliche Orte in Dublin. Es gibt kleinere Veranstaltungen in historischen Gebäuden genauso wie große kostenlose Shows im öffentlichen Raum. Dadurch lässt sich das Festival ziemlich einfach mit einem normalen Städtetrip verbinden.

Auch mit Kindern ist Dublin eine interessante Möglichkeit. Im St. Patrick’s Park findet vom 24. bis zum 26. Oktober das kostenlose „Stokerland“ statt. Theater, Geschichten, Straßenkunst, Spiele und andere Aktionen richten sich ausdrücklich an Familien. Halloween muss hier also nicht automatisch bedeuten, dass Kinder möglichst lange erschreckt werden.

Dublin ist damit eine gute Alternative für alle, denen Schloss Bran vielleicht schon etwas zu sehr auf Dracula-Tourismus ausgelegt ist. Hier steht eher die Geschichte hinter dem berühmten Vampir im Mittelpunkt.

👉 Termine, Tickets und das komplette Programm findest du beim offiziellen Bram Stoker Festival.

4. Kutná Hora – eine Kirche voller menschlicher Knochen

Knochenkirche im Beinhaus Sedlec in Kutna Hora
Im Keller dieser Kirche in Tschechien erwartet Besucher ein verstörendes Bild: Aus menschlichen Knochen wurden Kronleuchter, Wappen und andere Kunstwerke geschaffen.

Kutná Hora besitzt keine riesige Halloween-Parade und auch keine künstliche Gruselwelt. Dafür steht hier einer der ungewöhnlichsten Orte, die ich bisher besucht habe: das Beinhaus von Sedlec, besser bekannt als Knochenkirche von Kutná Hora.

Von außen sieht die kleine Kirche zunächst ziemlich unspektakulär aus. Im Untergeschoss ändert sich das schlagartig. Menschliche Schädel hängen an den Wänden, Knochen bilden Girlanden und mitten im Raum befindet sich ein großer Kronleuchter, bei dem angeblich jede Knochenart des menschlichen Körpers mindestens einmal verarbeitet wurde.

Die sterblichen Überreste von gut 10.000 Menschen wurden für die Gestaltung des Beinhauses verwendet. Rund 30.000 weitere Skelette lagern in Gruften und Kammern. Damit stehen insgesamt die Überreste von ungefähr 40.000 Menschen mit diesem Ort in Verbindung – sie wurden aber nicht, wie häufig behauptet wird, alle zu Dekoration verarbeitet.

Ich fand den Besuch gleichzeitig faszinierend und etwas verstörend. Man vergisst zwischen den kunstvoll angeordneten Schädeln schnell, dass es sich nicht um irgendwelche Requisiten handelt. Jeder einzelne Knochen gehörte einmal zu einem echten Menschen.

Gerade deshalb würde ich Kutná Hora auch nicht als klassische Gruselattraktion bezeichnen. Das Beinhaus ist ein historischer Ort und sollte entsprechend respektvoll besucht werden. Gänsehaut bekommt man trotzdem.

Kutná Hora liegt rund 70 Kilometer östlich von Prag und eignet sich sehr gut für einen Tagesausflug. Wer Ende Oktober nach Tschechien reist und ein außergewöhnliches Ziel sucht, bekommt hier auch ganz ohne künstliche Halloween-Dekoration genügend morbide Atmosphäre.

👉 Knochenkirche Kutná Hora: So sieht es im Beinhaus von Sedlec wirklich aus.

5. Budapest – zwischen alten Gemäuern und Ruinenbars

Budapest bei Nacht
Das nächtliche Budapest hat seinen ganz eigenen Charme – und passt damit ziemlich gut zu einem Städtetrip rund um Halloween.

Budapest ist für mich weniger ein klassisches Halloween-Reiseziel als eine Stadt, die Ende Oktober einfach ziemlich gut zur Stimmung passt. Alte Fassaden, der Burgberg, unterirdische Höhlen und die beleuchtete Donau sorgen dafür, dass Budapest nachts noch einmal ganz anders wirkt als am Tag.

Unter dem Burgberg auf der Budaer Seite befindet sich ein weit verzweigtes Höhlensystem, das über Jahrhunderte ganz unterschiedlich genutzt wurde. Einige Bereiche können heute besichtigt werden. Dabei braucht es eigentlich gar keine erfundenen Vampirgeschichten: Dunkle Gänge unter einer mittelalterlichen Burg funktionieren auch so.

Am Abend würde ich anschließend die andere Seite der Donau ansteuern. Im jüdischen Viertel haben sich in halb verfallenen Gebäuden einige der berühmtesten Ruinenbars von Budapest angesiedelt.

Besonders das Szimpla Kert fand ich schon ohne Halloween ziemlich schräg. Alte Möbel, Graffiti, Lichterketten, Kunst und teilweise vollkommen absurde Dekoration verteilen sich auf unzählige Räume und Innenhöfe. Sogar ein alter Trabant wurde zur Sitzecke umgebaut.

Genau diese Mischung gefällt mir an Budapest: Tagsüber lassen sich die klassischen Sehenswürdigkeiten von Budapest entdecken, abends wird daraus ganz automatisch ein etwas ungewöhnlicherer Städtetrip. Rund um Halloween kommen zusätzlich Partys und Veranstaltungen in vielen Bars und Clubs hinzu.

Wer also nicht ausschließlich wegen einer großen Halloween-Veranstaltung verreisen möchte, sondern ein gutes Ziel für ein langes Herbstwochenende sucht, macht mit Budapest wenig falsch.

6. New York – Halloween mitten in Manhattan

Stonewall Inn in Greenwich Village New York
Greenwich Village unterscheidet sich mit seinen niedrigeren Häusern und kleinen Straßen deutlich vom Wolkenkratzer-New-York – am 31. Oktober zieht hier die große Halloween-Parade vorbei.

New York kann eigentlich zu jeder Jahreszeit etwas Besonderes. Halloween gehört aber definitiv zu den Tagen, an denen die ohnehin schon etwas verrückte Stadt noch einmal eine Schippe drauflegt.

Am 31. Oktober 2026 findet zum 53. Mal die Village Halloween Parade statt. Ab 19 Uhr ziehen riesige Puppen, Musiker, Tänzer und tausende kostümierte Teilnehmer über die Sixth Avenue durch Greenwich Village. Die Parade gehört zu den größten öffentlichen Halloween-Veranstaltungen der USA.

Das Besondere: Man kann nicht nur zuschauen. Wer selbst verkleidet ist, darf sich in den Umzug einreihen. Die Aufstellung beginnt ab 18:30 Uhr. Wer lieber am Straßenrand bleibt, kann die Parade kostenlos entlang der Sixth Avenue verfolgen. Gerade im Bereich zwischen Bleecker Street und 14th Street wird es allerdings sehr voll.

Die Veranstaltung passt ziemlich gut zu Greenwich Village. Das Viertel fühlt sich ohnehin völlig anders an als das von Wolkenkratzern dominierte Midtown. Niedrigere Häuser, kleinere Straßen, Bars und alte Fassaden prägen das Bild. Auch die berühmte Christopher Street mit dem Stonewall Inn liegt hier.

Rund um Halloween ist außerdem längst nicht nur die Parade interessant. In vielen Wohnvierteln werden Häuser aufwendig dekoriert, Geschäfte greifen das Thema auf und überall begegnen einem Menschen in teilweise erstaunlich aufwendigen Kostümen. Wer Halloween einmal so erleben möchte, wie man es aus amerikanischen Filmen kennt, ist in New York ziemlich richtig.

Der große Nachteil ist natürlich der Aufwand. Für ein einfaches Halloween-Wochenende liegt die Stadt nicht gerade um die Ecke und Unterkünfte in New York sind ohnehin teuer. Wenn du aber sowieso im Herbst eine Reise an die US-Ostküste planst, ist Ende Oktober eine spannende Zeit.

Mehr für die Reiseplanung findest du in meinem Überblick über die Sehenswürdigkeiten in New York und die Stadtteile von Manhattan.

👉 Strecke, Teilnahmebedingungen und aktuelle Informationen gibt es direkt bei der Village Halloween Parade.

7. Island – Halloween ohne Halloween-Party

Höfði-Haus in Reykjavik auf Island
Im Höfði-Haus in Reykjavík soll es angeblich spuken. Historisch bekannt wurde es vor allem durch das Treffen zwischen Reagan und Gorbatschow 1986. | Foto: Kjell Jøran Hansen via Flickr / CC BY-NC-SA 2.0

Island fällt in dieser Liste etwas aus der Reihe. Für eine große Halloween-Parade würde ich nicht auf die Insel fliegen. Wenn du stattdessen dunkle Landschaften, alte Geschichten und eine manchmal fast unwirkliche Natur suchst, passt Ende Oktober aber erstaunlich gut.

Ich habe Island selbst vor allem als Land erlebt, in dem die Landschaft sehr schnell geheimnisvoll wirken kann. Schwarze Strände, Lavafelder, dampfende Geothermalgebiete und Wasserfälle brauchen eigentlich keine zusätzliche Dekoration.

Dazu kommen zahlreiche Geschichten über Trolle, Elfen und Geister. In Reykjavík soll beispielsweise im Höfði-Haus ein Geist sein Unwesen treiben. Viel spannender finde ich allerdings die echte Geschichte des Gebäudes: Hier trafen sich 1986 Ronald Reagan und Michail Gorbatschow zu einem Gipfel, der später als wichtiger Schritt auf dem Weg zum Ende des Kalten Krieges galt.

Ein weiterer Ort mit passender Legende ist das Geothermalgebiet Gunnuhver auf der Halbinsel Reykjanes. Benannt wurde es nach Gunna, deren Geist der Überlieferung nach in der heißen Quelle gebannt worden sein soll. Wenn dort gewaltige Dampfwolken über die schwarze Vulkanlandschaft ziehen, braucht es tatsächlich nicht besonders viel Fantasie.

Ende Oktober sind die Tage auf Island bereits deutlich kürzer und das Wetter kann schnell umschlagen. Gleichzeitig beginnt die interessante Jahreszeit für Nordlichter. Wer eine Rundreise plant, sollte deshalb mehr Puffer einbauen als im Sommer.

Island ist damit mein Halloween-Reiseziel für alle, die mit Kostümpartys wenig anfangen können. Statt künstlichem Horror gibt es hier Natur, Dunkelheit und genügend alte Geschichten. Mehr Inspiration findest du in meinem großen Überblick über die Sehenswürdigkeiten in Island.

Welche Halloween-Reiseziele eignen sich mit Kindern?

Halloween und Kinder schließen sich natürlich nicht aus. Trotzdem würde ich bei einigen Reisezielen vorher genauer auf das Programm schauen. Gerade auf Schloss Bran werden einzelne Angebote 2026 ausdrücklich eher für Erwachsene empfohlen. Dafür gibt es am 1. November einen eigenen Familientag mit deutlich weniger Horror.

Besonders unkompliziert finde ich Derry. Viele Veranstaltungen spielen sich draußen in der Innenstadt ab und das Festival richtet sich ausdrücklich auch an Familien. Parade, Kostüme, Lichtinstallationen und Feuerwerk funktionieren auch dann, wenn Kinder mit klassischen Horrorattraktionen noch nichts anfangen können.

Auch Dublin ist eine gute Wahl. Das kostenlose Stokerland im St. Patrick’s Park richtet sich direkt an Familien und verbindet Halloween mit Theater, Geschichten, Spielen und Straßenkunst.

In New York kann man die Village Halloween Parade einfach vom Straßenrand beobachten. Mit kleineren Kindern würde ich allerdings nicht unbedingt einen Platz mitten im größten Gedränge wählen.

Kutná Hora ist ein Sonderfall. Es gibt keine erschreckenden Schauspieler und keine Spezialeffekte, dafür sind echte menschliche Schädel und Knochen zu sehen. Ob das für das eigene Kind geeignet ist, lässt sich deshalb kaum pauschal am Alter festmachen.

Wann sollte ich einen Halloween-Trip buchen?

Der Oktober gehört in vielen europäischen Reisezielen eigentlich schon zur Nebensaison. Bei den bekannten Halloween-Orten sieht das rund um den 31. Oktober allerdings anders aus.

Besonders bei Schloss Bran, Derry und Dublin würde ich mit der Buchung nicht bis kurz vor Halloween warten. Die Zahl der Tickets für einzelne Veranstaltungen ist begrenzt und auch gut gelegene Unterkünfte können rund um die Festivaltermine schnell knapp werden.

In New York kommt hinzu, dass die Stadt ohnehin ganzjährig teuer ist. Wer gezielt für Halloween hinfliegen möchte, sollte Flug und Hotel entsprechend früh suchen.

Etwas entspannter sind Kutná Hora, Budapest und Island. Hier ist Halloween nicht das einzige Argument für die Reise. Dadurch bist du bei den genauen Daten flexibler und kannst deinen Städtetrip oder deine Rundreise auch einige Tage vor oder nach dem 31. Oktober planen.

Halloween 2026: Die wichtigsten Termine

🎃 23. bis 26. Oktober 2026: Bram Stoker Festival in Dublin

🎃 24. Oktober bis 1. November 2026: Halloween-Programm auf Schloss Bran in Rumänien

🎃 28. Oktober bis 1. November 2026: Derry Halloween in Nordirland

🎃 31. Oktober 2026: Village Halloween Parade in New York ab 19 Uhr

Mein Tipp: Wenn du nur ein verlängertes Wochenende planst und wirklich Halloween erleben möchtest, würde ich Derry oder Dublin wählen. Für eine komplette Reise mit passender Landschaft und Geschichte ist Transsilvanien mein Favorit.

Welches Halloween-Reiseziel lohnt sich am meisten?

Das hängt vor allem davon ab, was du unter einem Halloween-Urlaub verstehst. Wenn du Kostüme, Paraden und ein richtiges Festival suchst, sind Derry und New York die stärksten Ziele. Dublin verbindet Halloween dagegen besonders schön mit der Geschichte von Dracula.

Für die klassische Mischung aus Burg, Dracula und Transsilvanien würde ich Schloss Bran mit Brașov und Sighișoara kombinieren. Der große Vorteil ist, dass sich die Reise auch dann lohnt, wenn du vom eigentlichen Halloween-Programm irgendwann genug hast.

Kutná Hora und Island sind dagegen meine Tipps für alle, die gar keine große Halloween-Veranstaltung brauchen. Beide Reiseziele haben ihre besondere Atmosphäre das ganze Jahr über – Ende Oktober passt sie einfach besonders gut.

Und falls dir Halloween eigentlich schon wieder etwas zu viel Grusel ist: Der Oktober ist auch unabhängig davon eine gute Reisezeit. Weitere Ideen findest du bei meinen Reisezielen für den Herbst.

Welches Reiseziel würdest du gerne einmal an Halloween besuchen? Oder kennst du einen Ort, der unbedingt noch in diese Liste gehört? Schreib es gerne in die Kommentare!

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