Mit dem Mietwagen durch Jordanien: Mein Roadtrip auf eigene Faust

Selbstfahrer-Guide für Jordanien

Autofahren in Jordanien
Abseits von befestigten Straßen sollte man nur mit einem guten Plan und 4-Rad-Antrieb unterwegs sein.

Jordanien mit dem Mietwagen zu bereisen war für mich eine der besten Entscheidungen unserer Reise. Außerhalb von Amman empfand ich das Autofahren überraschend einfach und gerade die Freiheit, unterwegs spontan anzuhalten, möchte ich bei einem Jordanien Roadtrip nicht missen. Wer das Land auf eigene Faust entdecken möchte, findet hier meine Erfahrungen zur Route, zum Mietwagen und zum Autofahren in Jordanien.


Ein Roadtrip durch Jordanien klingt im ersten Moment vielleicht abenteuerlicher, als er tatsächlich ist. Viele schrecken davor zurück, selbst ein Auto zu mieten. Vor allem der wuselige und manchmal etwas regelfrei wirkende Verkehr in Städten wie Amman oder Aqaba verunsichert Reisende.

Doch wie fährt es sich in Jordanien wirklich? Kann man das Land problemlos mit dem Mietwagen auf eigene Faust bereisen? Welche Straßen eignen sich für eine Rundreise und worauf solltest du bei Mietwagen, Führerschein, Tanken oder Navigation achten?

Nach meiner Erfahrung ist die Sorge größer als notwendig. Außerhalb der großen Städte war das Autofahren für mich überraschend entspannt. Gleichzeitig kommst du mit einem eigenen Mietwagen deutlich flexibler zu vielen Sehenswürdigkeiten, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur umständlich erreichbar sind.

Jordanien mit dem Mietwagen auf eigene Faust: Lohnt sich das?

Für mich ganz klar: ja. Jordanien eignet sich hervorragend für eine individuelle Rundreise mit dem Mietwagen. Viele der bekanntesten Sehenswürdigkeiten liegen entlang einer Nord-Süd-Achse und lassen sich gut miteinander verbinden.

Gerade zwischen Städten und Sehenswürdigkeiten macht das eigene Auto einen großen Unterschied. Du bist nicht an Fahrpläne gebunden, kannst Aussichtspunkte spontan ansteuern und unterwegs dort anhalten, wo dir die Landschaft gefällt.

Das war für mich einer der größten Vorteile unserer Reise. Eine Fahrt durch Jordanien besteht eben nicht nur aus den bekannten Sehenswürdigkeiten. Gerade unterwegs gibt es immer wieder Wüstenlandschaften, Berge, kleine Orte oder Aussichtspunkte, an denen man gerne spontan anhält.

Für einen klassischen Jordanien Roadtrip brauchst du auf den normalen Straßen außerdem keinen Geländewagen. Ein gewöhnlicher Mietwagen reicht für die üblichen Strecken zwischen Amman, Madaba, dem Toten Meer, Petra, Wadi Rum und Aqaba aus.

Welche Route eignet sich für einen Jordanien Roadtrip?

Eine klassische Route führt einmal von Nord nach Süd durch Jordanien. Je nachdem, wie viel Zeit du hast, kannst du weitere Stopps einbauen oder einzelne Orte überspringen.

Eine schöne Strecke verbindet Amman mit Madaba, dem Berg Nebo und dem Toten Meer. Anschließend kannst du über den King’s Highway und Kerak weiter nach Petra fahren.

Von Petra geht es weiter zum Wadi Rum. Den Abschluss der Rundreise kann Aqaba am Roten Meer bilden. Falls dein Rückflug wieder ab Amman startet, kannst du anschließend über eine der schnelleren Nord-Süd-Verbindungen zurück in die Hauptstadt fahren.

Damit verbindet ein Roadtrip einige der größten Highlights Jordaniens miteinander, ohne dass man ständig riesige Entfernungen überwinden muss.

King’s Highway oder Desert Highway?

Gerade auf dem Weg Richtung Petra lohnt es sich, bei der Routenplanung nicht einfach nur die schnellste Verbindung auszuwählen.

Der King’s Highway führt durch die bergige Landschaft Jordaniens und ist deutlich interessanter, wenn der Weg selbst Teil deines Roadtrips sein soll. Unterwegs liegen zahlreiche Aussichtspunkte und Sehenswürdigkeiten, sodass du für die Strecke ausreichend Zeit einplanen solltest.

Der Desert Highway ist dagegen vor allem eine schnelle Verbindung zwischen dem Norden und Süden des Landes. Wenn du eine längere Strecke möglichst zügig zurücklegen möchtest, ist er häufig die praktischere Wahl.

Straße während eines Jordanien Roadtrips mit Mietwagen
Auf den großen Überlandstraßen lässt sich Jordanien meist angenehm mit dem Mietwagen bereisen.

Mietwagen in Jordanien buchen: Das solltest du beachten

Die gängigen internationalen Vermietungsfirmen sind in den großen Städten und an den Flughäfen vertreten. Ich würde den Mietwagen bereits vor der Reise buchen. So kannst du Preise und Mietbedingungen in Ruhe vergleichen und musst dich nach der Ankunft nicht erst auf die Suche nach einem passenden Fahrzeug machen.

Welche Versicherung sinnvoll ist, hängt vom Mietwagenanbieter und deiner Route ab. Ich würde auf eine möglichst geringe Selbstbeteiligung achten und genau prüfen, welche Schäden ausgeschlossen sind.

Gerade Reifen, Scheiben und Unterboden sind nicht bei jedem Tarif automatisch eingeschlossen. Das kann in Jordanien durchaus relevant sein, denn neben sehr guten Straßen gibt es auch Schlaglöcher, Schotter und vor allem die teilweise überraschend auftauchenden Fahrbahnschwellen.

Achtung: Kommt es zu einem Unfall mit Personenschaden, können sich die anschließenden Ermittlungen deutlich von dem unterscheiden, was man aus Deutschland gewohnt ist. Umso wichtiger sind eine ausreichende Versicherung, defensive Fahrweise und vollständige Fahrzeugunterlagen.

Brauche ich einen internationalen Führerschein in Jordanien?

Der deutsche EU-Führerschein wird in Jordanien in vielen Fällen akzeptiert. Zusätzlich würde ich trotzdem einen internationalen Führerschein mitnehmen. Er gilt nur zusammen mit dem nationalen Führerschein und kann Diskussionen bei einer Polizeikontrolle oder bei der Mietwagenübernahme vermeiden.

Welche Dokumente eine bestimmte Autovermietung verlangt, solltest du vor der Buchung noch einmal direkt beim Anbieter prüfen.

Welches Auto brauche ich für einen Jordanien Roadtrip?

Für eine normale Rundreise über befestigte Straßen brauchst du meiner Meinung nach keinen SUV und keinen Allradantrieb. Ein gewöhnlicher Mietwagen ist für die klassischen Strecken zwischen den wichtigsten Sehenswürdigkeiten ausreichend.

Anders sieht es aus, wenn du befestigte Straßen verlassen möchtest. In der Wüste solltest du solche Fahrten ohnehin besser ortskundigen Fahrern mit geeigneten Fahrzeugen überlassen.

Autofahren in Jordanien: Meine Erfahrungen

Auf den Überlandstraßen empfand ich das Autofahren deutlich entspannter als erwartet. Viele Strecken führen kilometerweit durch dünn besiedelte Landschaften und der Verkehr hält sich außerhalb der großen Städte häufig in Grenzen.

Die großen Straßen waren bei unserer Reise überwiegend in einem ordentlichen Zustand. Trotzdem solltest du defensiv fahren und jederzeit mit Dingen rechnen, die man aus Deutschland weniger gewohnt ist.

Dazu gehören plötzlich auftauchende Fahrbahnschwellen, Fahrzeuge am Straßenrand, Fußgänger, Tiere oder Autofahrer, die Fahrspuren etwas kreativer interpretieren.

Im Grunde ähneln viele offizielle Verkehrsregeln denen, die wir aus Europa kennen. In der Praxis wird der Straßenverkehr jedoch teilweise lockerer gehandhabt.

Autofahren in Amman ist gewöhnungsbedürftig

Deutlich anstrengender als auf den Überlandstraßen fand ich den Verkehr in Amman. In der Hauptstadt wird dichter gefahren, Fahrspuren werden nicht immer so eindeutig genutzt wie in Deutschland und rund um Kreuzungen solltest du besonders aufmerksam sein.

Gerade während der Rushhour schiebt sich eine große Blechkarawane durch die Straßen. Autos wechseln die Spur, Fahrzeuge halten kurzfristig am Straßenrand und an manchen Kreuzungen muss man erst einmal verstehen, wie sich der Verkehr sortiert.

Ich würde trotzdem nicht versuchen, mich dem Fahrstil anderer durch riskantes Verhalten anzupassen. Verkehrszeichen, Ampeln und Vorfahrtsregeln gelten natürlich auch in Jordanien. Mit etwas Ruhe und defensiver Fahrweise kam ich persönlich gut zurecht.

Hilfreich ist es, aufmerksam zu beobachten und nicht darauf zu bestehen, ein vermeintliches Vorfahrtsrecht unbedingt durchzusetzen. Blickkontakt mit anderen Fahrern kann an unübersichtlichen Stellen ebenfalls helfen.

Wer sich den Verkehr in Amman nicht zutraut, kann den Mietwagen auch erst nach dem Aufenthalt in der Hauptstadt übernehmen. Damit ersparst du dir einen der stressigsten Abschnitte des Autofahrens in Jordanien.

Vorsicht vor Fahrbahnschwellen

Eine der größten Überraschungen beim Autofahren in Jordanien waren für mich die Fahrbahnschwellen. Teilweise tauchen sie auf langen, schnurgeraden Straßen an Stellen auf, an denen man überhaupt nicht mit ihnen rechnet.

Nicht immer werden diese Speed Bumps so deutlich angekündigt, wie man es aus Deutschland erwarten würde.

Um sich nicht Achse oder Unterboden des Mietwagens zu beschädigen, ist deshalb eine vorausschauende Fahrweise wichtig. Oft hilft es, die Autos und Lkw vor dir zu beobachten. Ortskundige Fahrer wissen normalerweise genau, an welcher Stelle sie abbremsen müssen.

Gerade wenn du auf einer langen freien Straße unterwegs bist, solltest du dich deshalb nicht dazu verleiten lassen, völlig unaufmerksam einfach Kilometer um Kilometer geradeaus zu fahren.

Tempolimits und Polizeikontrollen in Jordanien

Auch in Jordanien gibt es Geschwindigkeitskontrollen. Da sich die erlaubte Höchstgeschwindigkeit je nach Straße und Abschnitt unterscheidet, würde ich mich nicht auf pauschale Angaben verlassen, sondern immer auf die ausgeschilderten Tempolimits achten.

Gerade auf langen und geraden Überlandstraßen wirkt das eigene Tempo schnell langsamer, als es tatsächlich ist. Gleichzeitig können Ortsdurchfahrten, Fahrbahnschwellen oder andere Hindernisse relativ plötzlich auftauchen.

Polizeikontrollen gehören auf längeren Fahrten ebenfalls zum Straßenbild. Mit einem Mietwagen solltest du deshalb Führerschein und Fahrzeugunterlagen griffbereit haben.

Dass manche Einheimische Verkehrsregeln augenscheinlich eher großzügig auslegen, sollte kein Vorbild sein. Auch als Tourist musst du dich an Ampeln, Geschwindigkeitsbegrenzungen und andere Verkehrsregeln halten.

Für eine individuelle Rundreise würde ich mich nicht ausschließlich auf die Straßenbeschilderung verlassen. Auf den großen Straßen und rund um touristische Ziele kommt man zwar meist gut zurecht, eine Navigations-App macht den Roadtrip aber deutlich entspannter.

Praktisch ist es, die benötigten Karten bereits vorab auf das Smartphone zu laden. Damit funktioniert die Navigation auch dann, wenn unterwegs einmal keine stabile Datenverbindung vorhanden ist.

Trotzdem solltest du einer Navigation nicht blind folgen. Gerade wenn eine App plötzlich eine vermeintliche Abkürzung über eine kleine Nebenstraße oder unbefestigte Piste vorschlägt, lohnt sich ein genauer Blick auf die Strecke.

Tanken mit dem Mietwagen in Jordanien

Entlang der größeren Orte und wichtigen Hauptstraßen findest du Tankstellen. Trotzdem würde ich auf einem Roadtrip nicht warten, bis der Tank fast leer ist.

Vor längeren Fahrten durch dünn besiedelte Regionen ist es entspannter, rechtzeitig nachzutanken. Das gilt besonders, wenn du am selben Tag mehrere Sehenswürdigkeiten abseits der großen Städte besuchen möchtest.

Bei der Übernahme des Mietwagens solltest du außerdem prüfen, welchen Kraftstoff das Fahrzeug benötigt und mit welchem Tankstand du es wieder zurückgeben musst.

Parken in Jordanien

Außerhalb von Amman empfand ich das Parken als deutlich weniger problematisch als in der Hauptstadt. Viele Sehenswürdigkeiten und Unterkünfte sind ohnehin auf Besucher mit Auto eingestellt.

In Amman sieht das anders aus. Dort können der dichte Verkehr und begrenzte Parkmöglichkeiten einen zusätzlichen Stressfaktor darstellen.

Wenn dein Hotel in Amman einen eigenen Parkplatz besitzt, würde ich diesen deshalb bei einer Rundreise mit Mietwagen unbedingt nutzen. Für die Besichtigung der Innenstadt kann es angenehmer sein, das Auto stehenzulassen.

Überlandfahrten möglichst bei Tageslicht

Längere Überlandfahrten würde ich möglichst bei Tageslicht planen. Fahrbahnschwellen, Tiere, Fußgänger sowie stehende oder schlecht beleuchtete Fahrzeuge sind nachts schwieriger zu erkennen.

Bei einem Jordanien Roadtrip lässt sich das normalerweise gut einplanen, wenn du deine einzelnen Etappen nicht zu voll packst.

Ich würde lieber unterwegs einen zusätzlichen Stopp genießen und etwas früher am nächsten Hotel ankommen, als am Abend noch mehrere Stunden durch die Dunkelheit zu fahren.

Fahrten abseits der Straßen ortskundigen Fahrern überlassen

Mag es auch noch so reizvoll sein, beim Autofahren in Jordanien einfach einmal in die Wüstenlandschaft abzubiegen, kann ich davon nur abraten.

Das sandige und felsige Terrain ist für ein normales Auto nicht geeignet. Und selbst wenn du über einen dafür vorgesehenen Jeep mit Allradantrieb verfügst, kommen die schwierige Orientierung und die großen Entfernungen hinzu.

Immerhin besteht ein großer Teil Jordaniens aus Wüstenlandschaft. Wer dort ohne Ortskenntnis unterwegs ist, kann schnell die Orientierung verlieren.

Da sich ein Ausflug in die Weiten der Wüste, beispielsweise in das Wadi Rum, natürlich trotzdem lohnt, solltest du dort auf einen ortskundigen Fahrer und ein geeignetes Fahrzeug setzen.

Mit deinem normalen Mietwagen kannst du bis zum Ausgangspunkt deines Wadi-Rum-Besuchs fahren. Für die eigentliche Tour durch die Wüste sind die Geländewagen der lokalen Anbieter die bessere Wahl.

Jordanien mit Mietwagen auf eigene Faust am Berg Nebo
Mit dem Mietwagen erreichst du auch Sehenswürdigkeiten wie den Berg Nebo unkompliziert auf eigene Faust.

Wie komme ich ohne Mietwagen durch Jordanien?

Wie du siehst, gibt es beim Autofahren in Jordanien einige Dinge zu beachten. Trotzdem ist eine Rundreise mit dem eigenen Mietwagen definitiv machbar und meiner Meinung nach eine der besten Möglichkeiten, das Land individuell zu entdecken.

Solltest du lieber auf das eigene Fahren verzichten wollen, gibt es in Jordanien natürlich auch öffentlichen Busverkehr. Busse verbinden die größeren Städte und einige touristisch wichtige Orte miteinander.

Die Verbindungen sind allerdings weniger flexibel als mit dem eigenen Auto. Manche Busse fahren nur wenige Male am Tag und kleinere Sehenswürdigkeiten oder abgelegenere Orte sind schwieriger zu erreichen.

Gerade Sehenswürdigkeiten in der Wüste lassen sich mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur eingeschränkt erreichen. Hinzu kommt, dass du unterwegs nicht einfach dort anhalten kannst, wo es dir gefällt.

Genau hier liegt für mich der größte Vorteil eines Mietwagens: Du bestimmst deine Route selbst und bist nicht an Fahrpläne oder organisierte Tagesausflüge gebunden.

Wie viele Tage sollte man für einen Jordanien Roadtrip einplanen?

Wie viel Zeit du für eine Rundreise benötigst, hängt natürlich davon ab, welche Orte du sehen möchtest.

Für die wichtigsten Stationen zwischen Amman, Madaba, dem Toten Meer, Petra und Wadi Rum würde ich mindestens etwa eine Woche einplanen. Deutlich entspannter wird die Reise, wenn du zehn Tage oder länger zur Verfügung hast.

Dann bleibt auch Zeit für kleinere Stopps, längere Fahrten über landschaftlich interessante Straßen und vielleicht ein paar Tage am Roten Meer in Aqaba.

Gerade mit einem Mietwagen würde ich die Route nicht zu eng planen. Die Möglichkeit, unterwegs spontan anzuhalten, gehört schließlich zu den größten Vorteilen eines Roadtrips.

Häufige Fragen zum Jordanien Roadtrip mit Mietwagen

Kann man Jordanien problemlos selbst mit dem Auto bereisen?

Nach meiner Erfahrung ja. Vor allem außerhalb von Amman empfand ich das Autofahren als überraschend unkompliziert. Mit defensiver Fahrweise und etwas Aufmerksamkeit lässt sich Jordanien gut mit dem Mietwagen auf eigene Faust bereisen.

Ist ein Mietwagen in Jordanien sinnvoll?

Wenn du mehrere Orte und Sehenswürdigkeiten auf einer Rundreise besuchen möchtest, ist ein Mietwagen meiner Meinung nach sehr sinnvoll. Du bist deutlich flexibler als mit öffentlichen Verkehrsmitteln und kannst auch abgelegenere Ziele einfacher erreichen.

Brauche ich für Jordanien einen Geländewagen?

Für die normalen Straßen zwischen Amman, Madaba, dem Toten Meer, Petra, Wadi Rum und Aqaba reicht ein normaler Mietwagen aus. Fahrten durch die eigentliche Wüste solltest du dagegen einem ortskundigen Fahrer mit geeignetem Geländewagen überlassen.

Ist Autofahren in Amman schwierig?

Amman war für mich mit Abstand der anstrengendste Teil unserer Fahrt durch Jordanien. Der Verkehr ist dicht und funktioniert teilweise anders, als man es aus Deutschland gewohnt ist. Wer sich dabei unwohl fühlt, kann den Mietwagen auch erst nach dem Aufenthalt in Amman übernehmen.

Kann man mit dem Mietwagen zum Wadi Rum fahren?

Mit einem normalen Mietwagen kannst du bis zum Ausgangspunkt für deinen Besuch des Wadi Rum fahren. Die eigentliche Fahrt durch die Wüste solltest du mit einem lokalen Fahrer und einem dafür geeigneten Geländewagen unternehmen.

Braucht man einen internationalen Führerschein für Jordanien?

Der deutsche EU-Führerschein wird häufig akzeptiert. Ich würde zusätzlich einen internationalen Führerschein mitnehmen. Er ersetzt den deutschen Führerschein nicht, sondern wird gemeinsam mit diesem verwendet.

Kann man Jordanien komplett auf eigene Faust bereisen?

Viele der bekanntesten Orte Jordaniens lassen sich problemlos individuell besuchen. Gerade mit einem Mietwagen kannst du Amman, Madaba, das Tote Meer, Petra, Wadi Rum und Aqaba gut zu einer eigenen Rundreise kombinieren. Für spezielle Aktivitäten wie eine Tour durch die Wüste im Wadi Rum würde ich allerdings auf lokale Anbieter zurückgreifen.

Meine Erfahrung: Jordanien eignet sich perfekt für einen Roadtrip

Für mich gehört Jordanien zu den Ländern, die sich besonders gut mit dem Mietwagen bereisen lassen. Viele der wichtigsten Sehenswürdigkeiten lassen sich auf einer gut nachvollziehbaren Route miteinander verbinden und die Entfernungen bleiben überschaubar.

Von Amman kannst du beispielsweise über Madaba und den Berg Nebo zum Toten Meer fahren. Anschließend geht es über den King’s Highway und Kerak weiter nach Petra, von dort ins Wadi Rum und schließlich nach Aqaba.

Gerade auf diesen Strecken fand ich es großartig, nicht an Fahrpläne oder organisierte Touren gebunden zu sein. Mal kurz für ein Foto anhalten, einen spontanen Abstecher machen oder einfach länger an einem schönen Ort bleiben: Genau diese Freiheit macht für mich einen Jordanien Roadtrip aus.

Der Verkehr in Amman, überraschende Fahrbahnschwellen und der teilweise etwas andere Fahrstil verlangen zunächst etwas Gewöhnung. Außerhalb der Hauptstadt überwogen für mich aber ganz klar die Vorteile.

Wenn ich Jordanien noch einmal auf eigene Faust bereisen würde, würde ich deshalb wieder einen Mietwagen nehmen.

2 Kommentare

  1. Hallo, war 2015 mit dem Mountainbike im Norden Jordanien unterwegs und es war Traumhaft.
    Das mit dem Autofahren da kann ich nur zustimmen, ist nicht so einfach für jemanden aus Deutschland da muss man sich wirklich erst daran gewöhnen,yalla beeb 😉

    • Mit dem Fahrrad stelle ich es mir in Jordanien aber auch spannend vor. Zumindest wenn man mit den anderen Verkehrsteilnehmern auf der Straße fahren muss. Wurde dort denn dann auf die schwächeren Radfahrer Rücksicht genommen?

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